{
  "id": "afd-schutz-der-deutschen-sprache",
  "slug": "afd-schutz-der-deutschen-sprache",
  "begriff": "Schutz der deutschen Sprache",
  "thema": "Identität & Nation",
  "themencluster": "Zugehörigkeit und Migration",
  "korpus": "AfD – offizielle Programmatik",
  "akteur": "AfD (Bundespartei)",
  "zitierstatus": "Belegter Quellenauszug; siehe Originalfundstelle",
  "originalnachweis": {
    "text": "Schutz der deutschen Sprache",
    "typ": "Begriff/Kapitelüberschrift",
    "fundstelle": "Inhaltsverzeichnis, Drucks. 172",
    "kontext": "Die Benennung ist eine programmatische Aussage; sie belegt weder die sachliche Richtigkeit noch einen konkreten Wirkungserfolg.",
    "quelle_id": "afd25",
    "wortlaut_pruefung": "Originalwortlaut auf Parteidokument/Institutswebsite nachprüfbar"
  },
  "bedeutung_und_kontext": "Sprache wird zum Symbol kollektiver Zugehörigkeit und politischer Bewahrung.",
  "wirkstoff_analogie": "„Schutz der deutschen Sprache“ wirkt als möglicher sprachlicher Auslöser, indem es folgenden Deutungsakzent setzt: Das sprachliche „Wir“ kann Identifikation ermöglichen und gleichzeitig die Grenze zu einem „Sie“ hervorheben. Der Ausdruck ist kein nachgewiesener psychischer Auslöser bei einzelnen Personen.",
  "psychologischer_effekt": {
    "name": "Eigengruppen-Aktivierung / soziale Identität",
    "allgemeiner_mechanismus": "Ein Wort erzeugt ein „Wir“, das als politisches Kollektiv angesprochen wird. Daraus können Zugehörigkeit und Mobilisierung entstehen, auch ohne Feindseligkeit gegenüber anderen.",
    "bezug_auf_diesen_begriff": "Bei der Rezeption von „Schutz der deutschen Sprache“ könnten verfügbare Assoziationen, Gruppenzugehörigkeit und Vorwissen beeinflussen, welche Teile der Nachricht betont werden. Ausgangspunkt dieser Hypothese ist der dokumentierte Begriffsrahmen: Das sprachliche „Wir“ kann Identifikation ermöglichen und gleichzeitig die Grenze zu einem „Sie“ hervorheben. Eine konkrete psychische Wirkung ist damit nicht belegt.",
    "evidenzstatus": "Allgemeiner Wirkmechanismus durch Forschung gestützt oder diskutiert; spezifische Wirkung dieser Formulierung nicht nachgewiesen.",
    "studien_ids": [
      "mullen",
      "brady23"
    ]
  },
  "dokumentiertes_ziel": "Sprachpolitische Maßnahmen",
  "nachweis_absicht": "Aus Quelle dokumentiertes politisches/organisatorisches Ziel; keine Aussage über einen verborgenen persönlichen Beweggrund.",
  "moegliche_kommunikative_funktion": "Als mögliche Kommunikationsfunktion kann „Schutz der deutschen Sprache“ im Themenfeld Zugehörigkeit und Migration die Aufmerksamkeit auf folgende Sichtweise lenken: Sprache wird zum Symbol kollektiver Zugehörigkeit und politischer Bewahrung. Diese Zuordnung ist eine Analyse der Darstellung, keine nachgewiesene Absicht der Urheber.",
  "wirkungspotenzial": {
    "adressaten": "Politisch interessierte Menschen, relevante Betroffene und Entscheidungsträger",
    "moegliche_veraenderung": "Unter passenden Kontextbedingungen könnte „Schutz der deutschen Sprache“ die Problemwahrnehmung im Themenfeld Zugehörigkeit und Migration verändern: Das sprachliche „Wir“ kann Identifikation ermöglichen und gleichzeitig die Grenze zu einem „Sie“ hervorheben. Möglich sind Zustimmung, Zurückweisung oder Gleichgültigkeit. Es wird keine tatsächliche Einstellungsänderung behauptet.",
    "bedingungen": "Wiederholung, Glaubwürdigkeit der Quelle, bereits vorhandene Einstellungen, Kontext und Gegenrede können Wirkung verstärken, abschwächen oder umkehren.",
    "gegenwirkung": "Gegeninterpretationen können den Deutungsrahmen von „Schutz der deutschen Sprache“ relativieren: Vergleich mit der Originalquelle, Offenlegung der gemeinten Maßnahmen und Sichtbarmachen betroffener Perspektiven. Auch deutliche Gegenmobilisierung ist möglich."
  },
  "beobachtete_kommunikationsleistung": "Der Ausdruck bzw. das betreffende Thema ist in der angegebenen Quelle dokumentiert. Dies belegt Publikation, nicht Wirkung.",
  "beobachtete_wirkung": null,
  "wirkungsnachweis_status": "Keine kausal diesem einzelnen Begriff zugeordnete Zustandsveränderung nachgewiesen.",
  "attribution": "Für diese konkrete Formulierung ungeprüft. Die genannte Studie belegt nur allgemeine Mechanismen.",
  "empfohlene_wirkungspruefung": "Messung von wahrgenommener Gruppennorm, Zugehörigkeit, Zustimmung sowie ablehnender Gegenreaktion.",
  "pruefstatus": "freigegeben",
  "geprueft_am": "2026-10-16",
  "version": "9.0",
  "quellen": [
    {
      "id": "afd25",
      "title": "AfD: Programm zur Bundestagswahl 2025, Druckfassung (180 Seiten)",
      "url": "https://www.afd.de/wp-content/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_druck.pdf",
      "role": "Parteiprogramm / Primärquelle",
      "locator": "Inhaltsverzeichnis, Drucks. 172",
      "author": "AfD-Bundespartei (Herausgeberin)",
      "date": null,
      "adopted_on": "2025-01-12",
      "publication_date_status": "PDF_PUBLIKATIONSDATUM_NICHT_FESTGESTELLT"
    }
  ],
  "wissenschaftliche_quellen": [
    {
      "id": "mullen",
      "title": "Mullen & Hu (1989): Perceptions of Ingroup and Outgroup Variability",
      "url": "https://doi.org/10.1207/s15324834basp1003_3",
      "role": "Metaanalyse zu Gruppenhomogenisierung"
    },
    {
      "id": "brady23",
      "title": "Brady et al. (2023): Overperception of Moral Outrage",
      "url": "https://www.nature.com/articles/s41562-023-01582-0",
      "role": "Feldstudie und Experimente"
    }
  ],
  "redaktioneller_vorbehalt": "Fachlich und zur Veröffentlichung freigegeben durch Natalie Weber, 16.10.2026. Quellenbehauptungen bleiben attribuiert; Wirkungspotenziale sind keine empirisch nachgewiesenen Einzelfallwirkungen.",
  "kategorien": [
    "Eigengruppe / Fremdgruppe"
  ],
  "kategorisierung_status": "Vorläufige redaktionelle Klassifikation; keine empirische Feststellung einer Wirkung.",
  "bedeutungsverschiebung": {
    "status": "noch nicht als Bedeutungswandel nachgewiesen",
    "urspruengliche_bedeutung": null,
    "politisch_verwendete_bedeutung": null,
    "veraenderung_des_wirkungspotenzials": null,
    "wirkung_vorher": null,
    "wirkung_nachher": null,
    "nachweis_der_verschiebung": null
  },
  "redaktionelle_alternativen": [
    "Mit Originalzitat und Quellenkontext wiedergeben, wenn die Wortwahl selbst Gegenstand der Berichterstattung ist",
    "Den konkret gemeinten Sachverhalt, Betroffenenkreis und politische Forderung sachlich benennen"
  ],
  "nutzen_fuer_journalismus": "Begriff nicht unbezeichnet übernehmen; bei Übernahme als Zitat Wortlaut, Urheber, Kontext, abweichende Definitionen und Nachweisstatus zeigen.",
  "ziel_absicht_beleglage": "Dokumentiertes Ziel (Programm/Website) getrennt von redaktionell interpretiertem Kommunikationszweck; keine Gedankenleserei.",
  "langfristiges_potenzial": "Nur als Hypothese: Wenn „Schutz der deutschen Sprache“ wiederholt in vergleichbarem Kontext verwendet wird, könnten sich auf längere Sicht Vertrautheit, Themengewichtung oder Wahrnehmungsnormen zu Zugehörigkeit und Migration ändern. Dauer, Richtung, Zielgruppe und Ausmaß sind ohne geeignete Studien offen; Gegenbewegungen sind ausdrücklich mit zu prüfen.",
  "beobachtete_wirkung_typ": null,
  "analystische_sicherheit": "Hypothese zu Mechanismen; für die konkrete Formulierung keine empirische Attribution.",
  "lemma_kurz": "Schutz der deutschen Sprache",
  "originalwortlaut": "Schutz der deutschen Sprache",
  "original_textstelle_als_beleg": "Schutz der deutschen Sprache",
  "lemma_zitat_status": "Quellentext zugeordnet; Wortlaut und Kontext vor öffentlichem Zitat prüfen",
  "kategorien_begruendung": [
    {
      "kategorie": "Eigengruppe / Fremdgruppe",
      "begruendung": "Einordnung aufgrund des konkreten Wortlauts und dokumentierten Debattenkontexts; redaktionelle Bewertung, kein Nachweis psychologischer Wirkung.",
      "klassifikation": "redaktionell begründete Hypothese; bei knappen Belegen überprüfen"
    }
  ],
  "psychologischer_mechanismus_standardisiert": "Eigengruppe / Fremdgruppe",
  "thema_normalisiert": "Zugehörigkeit und Migration",
  "alternative_verwendung": "Wenn gerade das politische Schlagwort untersucht wird, im Original zitieren; sonst eine konkrete und überprüfbare Sachbeschreibung bevorzugen. Keine pauschale Verbotsliste.",
  "wirkungspotenzial_belegart": {
    "typ": "quellengebundene sprachlich-psychologische Hypothese",
    "psychologische_studie_dieses_wortes_erforderlich": false,
    "wirkungsstudie_dieses_wortes_erforderlich": false,
    "offene_bedingungen": "Zielgruppe, Kontext, Wiederholung, Medienumgebung, Vorwissen und Gegenrede",
    "verallgemeinerung": "Keine individuelle Prognose und keine aus allgemeiner Forschung behauptete spezifische Wirkung"
  },
  "evidenztrennung": {
    "quelle_verwendung": "V3-Quelle vorhanden; nicht in diesem Lauf für alle 132 Karten einzeln nachgeprüft",
    "verbreitung_reichweite": "Nur nennen, wenn als eigener Indikator mit Zeitraum und Stichprobe belegt",
    "psychologischer_mechanismus": "plausibel begründetes, nicht notwendig für diesen Begriff experimentell belegtes Potenzial",
    "beobachtete_zustandsveraenderung": "separates optionales Feld, keine Voraussetzung für vollständige Wirkungskarte",
    "attribution": "ohne kontrollierten Vergleich oder andere zurechenbare Nachweise unbekannt"
  },
  "langzeitbeobachtung": {
    "status": "optional",
    "konkrete_studie_erforderlich": false,
    "empfehlung": "Messung von wahrgenommener Gruppennorm, Zugehörigkeit, Zustimmung sowie ablehnender Gegenreaktion."
  },
  "publication": {
    "approval": "natalie-weber-v9-final-20261016",
    "sourceRevision": "a5260ca068cbee2e5da3ad6f0b9e1547443fa1c308cc4e3a88170fea9a2a70cf",
    "quoteClass": "QUELLENAUSZUG",
    "quoteDisplay": true,
    "sourceKind": "primary"
  }
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