{
  "id": "ifr-parallelgesellschaften-nichtassimilierter-staatsangehoriger",
  "slug": "ifr-parallelgesellschaften-nichtassimilierter-staatsangehoriger",
  "begriff": "Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger",
  "thema": "Identität & Nation",
  "themencluster": "Zugehörigkeit und Migration",
  "korpus": "Sellner / IFR – Policy Paper Sachsen-Anhalt 2026",
  "akteur": "Institute for Remigration (IFR; ursprüngliche Herausgeberangabe des Papiers)",
  "zitierstatus": "Belegter Quellenauszug; siehe Originalfundstelle",
  "originalnachweis": {
    "text": "Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger",
    "typ": "wortgetreu dokumentierter Ausdruck",
    "fundstelle": "IFR Policy Paper August 2026, Kap. im Kontext; gedruckte S. 15, PDF-Seite 16",
    "kontext": "rung hemmen. Endet ein rechtmäßiger Aufenthaltsstatus und entsteht eine Ausreisepflicht, erfolgt der Übergang von Gruppe B zu Gruppe A. 3.3 Gruppe C: Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger Gruppe C bezeichnet eingebürgerte und andere deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund, bei denen trotz deutscher Staatsangehörigkeit erhebliche sprachliche, kulturelle oder gesellschaftlic",
    "quelle_id": "ifr-paper-original",
    "wortlaut_pruefung": "Mit vorliegender Originalquelle abgeglichen; redaktionelles Lemma gegebenenfalls ausdrücklich getrennt"
  },
  "bedeutung_und_kontext": "Im IFR-Konzept von August 2026 bezeichnet der Ausdruck den Vorschlagsbereich „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“. Der einschlägige Abschnitt nennt als sachlichen Bezug: sogenannte parallelgesellschaften strukturell und kulturell verändern. Das Papier spricht aus eigener Perspektive und ist kein AfD-Beschluss.",
  "wirkstoff_analogie": "„Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ wirkt als möglicher sprachlicher Auslöser, indem es folgenden Deutungsakzent setzt: Eine Aussage über bestimmte Fälle kann auf eine breitere Gruppe übertragen werden, obwohl individuelle Verantwortung getrennt zu prüfen wäre. Der Ausdruck ist kein nachgewiesener psychischer Auslöser bei einzelnen Personen.",
  "psychologischer_effekt": {
    "name": "Framing, Assoziationsaktivierung und kontextabhängige Attribution",
    "allgemeiner_mechanismus": "Linguistische Etiketten, Vergleichsbilder und Klassifikationen können Aufmerksamkeit und spontane Deutungen strukturieren. Ob dies bei konkreten Adressaten Verhalten oder Meinung ändert, bedarf eigener empirischer Prüfung.",
    "bezug_auf_diesen_begriff": "Bei der Rezeption von „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ könnten verfügbare Assoziationen, Gruppenzugehörigkeit und Vorwissen beeinflussen, welche Teile der Nachricht betont werden. Ausgangspunkt dieser Hypothese ist der dokumentierte Begriffsrahmen: Eine Aussage über bestimmte Fälle kann auf eine breitere Gruppe übertragen werden, obwohl individuelle Verantwortung getrennt zu prüfen wäre. Eine konkrete psychische Wirkung ist damit nicht belegt.",
    "evidenzstatus": "Primärtext = nachgewiesene Verwendung (Evidenz A). Psychologischer Mechanismus = begründete Forschungshypothese; keine spezifische Einstellungs-/Verhaltensänderung belegt.",
    "studien_ids": [
      "mullen",
      "dehuman"
    ]
  },
  "dokumentiertes_ziel": "Sogenannte Parallelgesellschaften strukturell und kulturell verändern",
  "nachweis_absicht": "Nur das im Originaltext genannte politische oder organisatorische Ziel ist dokumentiert. Die Kommunikationsfunktion ist eine gesonderte begründete Interpretation; kein unterstellter psychischer Beweggrund.",
  "moegliche_kommunikative_funktion": "Als mögliche Kommunikationsfunktion kann „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ im Themenfeld Zugehörigkeit und Migration die Aufmerksamkeit auf folgende Sichtweise lenken: Im IFR-Konzept von August 2026 bezeichnet der Ausdruck den Vorschlagsbereich „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“. Der einschlägige Abschnitt nennt als sachlichen Bezug: sogenannte parallelgesellschaften strukturell und kulturell verändern. Das Papier spricht aus eigener Perspektive u Diese Zuordnung ist eine Analyse der Darstellung, keine nachgewiesene Absicht der Urheber.",
  "wirkungspotenzial": {
    "adressaten": "Politische Öffentlichkeit, medienschaffende Personen und konkret von der Debatte betroffene Menschen",
    "moegliche_veraenderung": "Mitglieder heterogener Gemeinschaften können als einheitlich distanziert von der Mehrheitsgesellschaft erscheinen",
    "bedingungen": "Der mögliche Effekt setzt voraus, dass Lesende den in „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ liegenden Frame übernehmen; Sachwissen, Glaubwürdigkeit, Vorverständnis und Gegenrede können ihn begrenzen.",
    "gegenwirkung": "Gegeninterpretationen können den Deutungsrahmen von „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ relativieren: Vergleich mit der Originalquelle, Offenlegung der gemeinten Maßnahmen und Sichtbarmachen betroffener Perspektiven. Auch deutliche Gegenmobilisierung ist möglich."
  },
  "beobachtete_kommunikationsleistung": "Veröffentlichung des Ausdrucks beziehungsweise der zugrunde liegenden Aussage in der ausgewiesenen Primärquelle ist dokumentiert (Stufe A). Reichweite oder Einstellungsänderung daraus nicht abgeleitet.",
  "beobachtete_wirkung": null,
  "wirkungsnachweis_status": "Für die konkrete Formulierung keine kausal zurechenbare Änderung von Einstellungen oder Verhalten nachgewiesen. Die belegte Veröffentlichung ist kein Wirkungsnachweis.",
  "attribution": "Nur Urheberschaft des IFR-Papers; keine automatische Zuordnung zu AfD oder anderen Parteien. Keine nachgewiesene Kausalwirkung der Wortwahl auf Einstellungen.",
  "empfohlene_wirkungspruefung": "Randomisierter Framing-Vergleich mit sachlicher Alternative, kontrollierte Befragung von Zielgruppen, Beobachtung möglicher Gegenreaktionen; unabhängige Rechts- und Faktenprüfung der behaupteten Sachebene.",
  "pruefstatus": "freigegeben",
  "geprueft_am": "2026-10-16",
  "version": "9.0",
  "quellen": [
    {
      "id": "ifr-paper-original",
      "title": "Sachsen-Anhalt Landesremigration – Umkehr des Bevölkerungsaustauschs in Sachsen-Anhalt. Policy Paper, August 2026",
      "url": "https://politfacts.de/__l5e/assets-v1/73564bfb-96eb-4189-bbf0-48f94a27e3ad/policy-paper-sachsen-anhalt.pdf",
      "role": "Primärdokument des IFR; als politisches Konzept, nicht als AfD-Parteiprogramm",
      "locator": "IFR Policy Paper August 2026, Kap. im Kontext; gedruckte S. 15, PDF-Seite 16",
      "author": "Institute for Remigration (IFR; ursprüngliche Herausgeberangabe des Papiers)",
      "date": "2026-08"
    }
  ],
  "wissenschaftliche_quellen": [
    {
      "id": "mullen",
      "title": "Mullen & Hu (1989): Perceptions of Ingroup and Outgroup Variability",
      "url": "https://doi.org/10.1207/s15324834basp1003_3",
      "role": "Metaanalyse zu Gruppenhomogenisierung"
    },
    {
      "id": "dehuman",
      "title": "Landry et al. (2026): explicit dehumanization and support for intergroup violence",
      "url": "https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40323862/",
      "role": "Metaanalyse/Experimente, allgemeine Zusammenhänge"
    }
  ],
  "redaktioneller_vorbehalt": "Fachlich und zur Veröffentlichung freigegeben durch Natalie Weber, 16.10.2026. Quellenbehauptungen bleiben attribuiert; Wirkungspotenziale sind keine empirisch nachgewiesenen Einzelfallwirkungen.",
  "kategorien": [
    "Kollektive Schuld / Generalisierung",
    "Stigmatisierung / Abwertung",
    "Eigengruppe / Fremdgruppe"
  ],
  "kategorisierung_status": "Redaktionelle Mehrfachkategorisierung entsprechend der V3-Taxonomie; begründet im separaten Prüfbericht. Keine automatische Diagnose von Entmenschlichung.",
  "bedeutungsverschiebung": {
    "status": "Primärbelegte konzeptinterne Verwendung; ein vorbestehender allgemeiner Wortsinn beziehungsweise historischer Wandel ist durch diesen Beleg allein nicht nachgewiesen.",
    "urspruengliche_bedeutung": "Präzise Vergleichsbeschreibung ohne das politische Leitwort: Vom Papier als unzureichend integriert beschriebene Quartiere und Personengruppen; Kriterien nennen“. Dies ist eine analytische Vergleichsbasis, keine behauptete historische Erstbedeutung.",
    "politisch_verwendete_bedeutung": "IFR-Papier, gedruckte S. 15: im Rahmen eines landespolitischen Konzeptes für Remigration; konkretes Ziel: Sogenannte Parallelgesellschaften strukturell und kulturell verändern.",
    "veraenderung_des_wirkungspotenzials": "Gegenüber der neutralen Beschreibung aktiviert die politische Wortwahl: das sammelwort verbindet abstrakte segregation mit wertender gruppenzuschreibung. Daraus könnte folgen: mitglieder heterogener gemeinschaften können als einheitlich distanziert von der mehrheitsgesellschaft erscheinen",
    "wirkung_vorher": "Bei einer präzisen, wertungsarmen Benennung stehen Rechtslage, Maßnahmen und Einzelfakten eher im Vordergrund; empirische Wirkung nicht gemessen.",
    "wirkung_nachher": "Mitglieder heterogener Gemeinschaften können als einheitlich distanziert von der Mehrheitsgesellschaft erscheinen Das bleibt ohne entsprechende Untersuchungen Wirkungspotenzial.",
    "nachweis_der_verschiebung": "IFR-Originalpapier, gedruckte S. 15 (PDF S. 16); konzeptinterne Konnotation belegt, historische Bedeutungsverschiebung nicht belegt."
  },
  "redaktionelle_alternativen": [
    "Konkrete Aussage oder Entscheidung des betroffenen Mediums beziehungsweise der Institution belegen",
    "Regelung, Aufsicht oder Kritikgegenstand mit Originaldokument benennen"
  ],
  "nutzen_fuer_journalismus": "Begriff nicht unbezeichnet übernehmen; bei Übernahme als Zitat Wortlaut, Urheber, Kontext, abweichende Definitionen und Nachweisstatus zeigen.",
  "ziel_absicht_beleglage": "Dokumentiertes Ziel steht im Original und wird nur entsprechend seinem Inhalt wiedergegeben; kommunikative Funktion ist Interpretation, Wirkungspotenzial Hypothese.",
  "langfristiges_potenzial": "Nur als Hypothese: Wenn „Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger“ wiederholt in vergleichbarem Kontext verwendet wird, könnten sich auf längere Sicht Vertrautheit, Themengewichtung oder Wahrnehmungsnormen zu Zugehörigkeit und Migration ändern. Dauer, Richtung, Zielgruppe und Ausmaß sind ohne geeignete Studien offen; Gegenbewegungen sind ausdrücklich mit zu prüfen.",
  "beobachtete_wirkung_typ": null,
  "analystische_sicherheit": "Originalverwendung belegt; Deutung begründet, nicht experimentell an dieser Aussage validiert; gesellschaftliche Kausalität offen.",
  "lemma_kurz": "Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger",
  "originalwortlaut": "Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger",
  "original_textstelle_als_beleg": "Parallelgesellschaften nichtassimilierter Staatsangehöriger",
  "lemma_zitat_status": "Quellentext zugeordnet; Wortlaut und Kontext vor öffentlichem Zitat prüfen",
  "kategorien_begruendung": [
    {
      "kategorie": "Kollektive Schuld / Generalisierung",
      "begruendung": "Eigenschaften einzelner Fälle können auf eine größere Gruppe übertragen werden, ohne individuelle Prüfung.",
      "klassifikation": "redaktionell begründete Hypothese; bei knappen Belegen überprüfen"
    },
    {
      "kategorie": "Stigmatisierung / Abwertung",
      "begruendung": "Die konkrete Formulierung kann einer Personengruppe negative Eigenschaften nahelegen. Das ist noch kein Nachweis, dass Adressaten sie übernommen haben.",
      "klassifikation": "redaktionell begründete Hypothese; bei knappen Belegen überprüfen"
    },
    {
      "kategorie": "Eigengruppe / Fremdgruppe",
      "begruendung": "Einordnung aufgrund des konkreten Wortlauts und dokumentierten Debattenkontexts; redaktionelle Bewertung, kein Nachweis psychologischer Wirkung.",
      "klassifikation": "redaktionell begründete Hypothese; bei knappen Belegen überprüfen"
    }
  ],
  "psychologischer_mechanismus_standardisiert": "Kollektive Schuld / Generalisierung",
  "thema_normalisiert": "Zugehörigkeit und Migration",
  "alternative_verwendung": "Wenn gerade das politische Schlagwort untersucht wird, im Original zitieren; sonst eine konkrete und überprüfbare Sachbeschreibung bevorzugen. Keine pauschale Verbotsliste.",
  "wirkungspotenzial_belegart": {
    "typ": "quellengebundene sprachlich-psychologische Hypothese",
    "psychologische_studie_dieses_wortes_erforderlich": false,
    "wirkungsstudie_dieses_wortes_erforderlich": false,
    "offene_bedingungen": "Zielgruppe, Kontext, Wiederholung, Medienumgebung, Vorwissen und Gegenrede",
    "verallgemeinerung": "Keine individuelle Prognose und keine aus allgemeiner Forschung behauptete spezifische Wirkung"
  },
  "evidenztrennung": {
    "quelle_verwendung": "primäre Originalstelle geprüft",
    "verbreitung_reichweite": "Nur nennen, wenn als eigener Indikator mit Zeitraum und Stichprobe belegt",
    "psychologischer_mechanismus": "plausibel begründetes, nicht notwendig für diesen Begriff experimentell belegtes Potenzial",
    "beobachtete_zustandsveraenderung": "separates optionales Feld, keine Voraussetzung für vollständige Wirkungskarte",
    "attribution": "ohne kontrollierten Vergleich oder andere zurechenbare Nachweise unbekannt"
  },
  "langzeitbeobachtung": {
    "status": "optional",
    "konkrete_studie_erforderlich": false,
    "empfehlung": "Randomisierter Framing-Vergleich mit sachlicher Alternative, kontrollierte Befragung von Zielgruppen, Beobachtung möglicher Gegenreaktionen; unabhängige Rechts- und Faktenprüfung der behaupteten Sachebene."
  },
  "publication": {
    "approval": "natalie-weber-v9-final-20261016",
    "sourceRevision": "fe90a510ccb2a52c19051c00f9256f5d2f451b6cdc486ed529957969160d89be",
    "quoteClass": "QUELLENAUSZUG",
    "quoteDisplay": true,
    "sourceKind": "primary"
  }
}
