Das neue Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung unter Katherina Reiche setzt auf Technologieoffenheit, Wahlfreiheit und weniger regulatorischen Druck.

Politisch kann man das gut oder schlecht finden.

Juristisch ist die entscheidende Frage aber eine andere:

👉 Erfüllt Deutschland damit die Anforderungen der EU?

Die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) ist eindeutig:

Mitgliedstaaten müssen nicht nur Maßnahmen beschließen –

sie müssen Ergebnisse liefern.

weniger CO₂

höhere Energieeffizienz

klarer Pfad raus aus fossilen Heizsystemen

Umsetzung bis 2026

Und genau hier beginnt das Problem.

Während das neue Gesetz auf Flexibilität setzt, verlangt die EU Verbindlichkeit.

Nicht beim Wie –

aber beim Ergebnis.

⚖️ Warum das teuer werden kann

Wenn Deutschland die Ziele nicht erreicht, passiert Folgendes:

  1. Die EU-Kommission prüft

  2. Verfahren wird eingeleitet

  3. Klage vor dem Europäischer Gerichtshof

  4. Urteil gegen Deutschland

  5. Zwangsgelder in Millionenhöhe möglich

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

👉 Die EU bestraft keine Ideologie. Sie bestraft fehlende Wirkung.

🧠 Die eigentliche Frage

Nicht: „Ist das Gesetz technologieoffen?“

Sondern: 👉 Erreichen wir damit die Klimaziele – messbar und rechtzeitig?

Wenn die Antwort nein ist, wird es nicht politisch, sondern juristisch.

Und dann wird es teuer.

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