Das Modell

Wie die Wirkungsökonomie funktioniert

Die Wirkungsökonomie übersetzt Wirkung in eine messbare Steuerungslogik. Sie verbindet Daten, Bewertung, Rückkopplung und Lernen.

Grundkreislauf

Der Grundkreislauf der Wirkungsökonomie

Handlung oder Unterlassen erzeugt Wirkungspotenzial oder Wirkungsrisiko. Daraus entstehen Zustandsveränderungen. Diese werden bewertet, in Lenkung übersetzt und durch Rückkopplung überprüft. So wird Wirkung zur lernenden Steuerungslogik.

Gesamtmodell

Die Wirkungsökonomie auf einen Blick

Die vollständige Modellgrafik zeigt, wie Problem, Kompass, Wirkungskreislauf, Datenbasis, Steuerungshebel, Akteure und Grundprinzipien zusammenhängen.

Infografik Die Wirkungsökonomie - Das Modell auf einen Blick mit Mensch, Planet und Demokratie, Wirkungskreislauf, Steuerungshebeln und Grundprinzipien.

Bausteine

Die sechs zentralen Bausteine

WÖk-IDs

Standardisierte Wirkungsindikatoren

Standardisierte Wirkungsindikatoren für Produkte, Tätigkeiten, Organisationen und politische Maßnahmen.

Scorecards

Bewertung nachvollziehbar machen

Übersetzen Daten in nachvollziehbare Bewertungen.

Reverse Merit Order

Das schwächste Feld entscheidet

Das schwächste Wirkungsfeld entscheidet. Negative Wirkung kann nicht durch positive Wirkung verrechnet werden.

T-SROI

Transformative Netto-Wirkung

Misst transformative Netto-Wirkung, nicht nur finanzielle Rendite.

Wirkungssteuer

Wirkung in Preisen sichtbar machen

Macht Wirkung in Preisen und Steuerlast sichtbar.

Wirkungsrat

Transparenz und Weiterentwicklung sichern

Sichert Indikatoren, Benchmarks, Transparenz und Weiterentwicklung.

Bewertungslogik

Das schwächste Feld entscheidet

Die Wirkungsökonomie verhindert Schönrechnung. Wenn ein Produkt beim Klima gut abschneidet, aber auf Kinderarbeit beruht, bleibt es schädlich. Wenn ein Unternehmen hohe Gewinne erzielt, aber Demokratie, Gesundheit oder ökologische Grundlagen schwächt, kann diese Wirkung nicht durch einzelne positive Maßnahmen ausgeglichen werden.

Feld
Beispiel und Bewertung
Klima
CO2, Energie, Emissionen - positiv bis negativ
Ressourcen
Wasser, Material, Kreislauf - positiv bis negativ
Arbeit und Fairness
Löhne, Sicherheit, Rechte - positiv bis negativ
Gesundheit und Sicherheit
Schadstoffe, Risiken, Schutz - positiv bis negativ

Datenbasis

Die Daten liegen nicht im luftleeren Raum

Die Wirkungsökonomie nutzt bestehende Daten- und Berichtslogiken als Grundlage: SDGs, SDG+, CSRD, ESRS, GRI, EU-Taxonomie, digitale Produktpässe, Branchenbenchmarks und Wirkungsdatenräume. Entscheidend ist nicht, noch mehr Berichte zu erzeugen, sondern vorhandene Daten steuerungswirksam zu machen.

Rückkopplung

Aus Bewertung wird Steuerung

Preise

Wirkung wird marktwirksam

Produkte mit negativer Wirkung werden teurer, Produkte mit positiver Wirkung günstiger.

Steuern

Steuerlast folgt Wirkung

Steuerlast richtet sich an Wirkung aus, nicht nur an Produktkategorien oder Einkommen.

Kapital

Investition folgt Netto-Wirkung

Investitionen fließen dorthin, wo positive Netto-Wirkung entsteht.

Politik

Maßnahmen werden überprüfbar

Maßnahmen werden nicht nur angekündigt, sondern an Wirkung überprüft.

Öffentlichkeit

Wirkungsräume werden sichtbar

Medien, Sprache und Plattformen werden als Wirkungsräume sichtbar.

Reporting

Reporting beschreibt. Wirkungsökonomie steuert.

Klassisches Reporting

Dokumentieren und erklären

Dokumentiert, erklärt, kommuniziert und bleibt oft folgenlos.

Wirkungsökonomie

Bewerten und zurückkoppeln

Bewertet, koppelt zurück, verändert Preise, Steuern und Kapital und macht Lernen möglich.

Instrumente

Instrumente im Detail

Anwendung

Das Modell wird sichtbar, wenn es angewendet wird.

Die Wirkungsökonomie bleibt nicht bei Begriffen stehen. Sie verändert die Art, wie Produkte, Unternehmen, Steuern, Kapital, Medien, Wohnen und Arbeit bewertet werden.