Globale Ziele
SDGs und SDG+ geben Orientierung: Mensch, Planet und Demokratie.
- SDGs
- SDG+
Methodik
Viele Daten, die für eine Wirkungsbewertung nötig sind, entstehen bereits: in Nachhaltigkeitsberichten, Lieferketten, Produktdaten, digitalen Produktpässen, Finanzsystemen und regulatorischen Standards. Die Wirkungsökonomie baut darauf auf.
Die WÖk ordnet vorhandene Daten nach ihrer Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie, macht sie vergleichbar und übersetzt sie in Scorecards, Wirkungsklassen, Steuerklassen und bessere wirtschaftliche Entscheidungen.
Landkarte
Sie übersetzt bestehende Daten in Wirkung und koppelt sie wirtschaftlich zurück. Die Landkarte zeigt, welche Ebenen dabei zusammenspielen.
SDGs und SDG+ geben Orientierung: Mensch, Planet und Demokratie.
Unternehmen berichten strukturierter über Umwelt, Soziales und Governance.
Produkte, Branchen und Lieferketten werden zuordenbar.
Finanzierung, Lieferketten und Sorgfaltspflichten werden wirkungsrelevant.
Aus Daten werden Indikatoren, Scorecards, Klassen und Rückkopplungen.
Von Standards zu Wirkung
Die Stufen zeigen die einfache Übersetzungslogik: Ziele und Daten werden nicht nur gesammelt, sondern in Wirkungsindikatoren, Bewertung und Rückkopplung überführt.
Quellen- und Standardregister
Die Einträge erklären kurz, was ein Standard leistet, welche Daten entstehen und wie die Wirkungsökonomie sie nutzt. Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Rechtsstand und Anwendungsfristen können sich ändern.
Kurz erklärt: Die Sustainable Development Goals sind 17 globale Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.
Welche Daten entstehen? Ziel-, Indikatoren- und Fortschrittsdaten auf globaler, nationaler und teilweise organisatorischer Ebene.
WÖk-Nutzung: Globaler Zielrahmen für Wirkungsfelder, vor allem Mensch und Planet.
Grenze: Die SDGs beschreiben Ziele. Sie legen allein keine Preis-, Steuer- oder Produktbewertung fest.
Kurz erklärt: SDG+ erweitert die SDGs um Wirkungsfelder, die für die WÖk zentral sind: Demokratie, Medienqualität, Rechtsstaatlichkeit, Diskursfähigkeit, institutionelles Vertrauen und digitale Selbstbestimmung.
Welche Daten entstehen? Demokratie-, Medien-, Vertrauens-, Rechtsstaats- und Diskursindikatoren, soweit sie methodisch belastbar erhoben werden.
WÖk-Nutzung: Ergänzt klassische Nachhaltigkeitsziele um demokratische und mediale Stabilität.
Grenze: SDG+ ist ein WÖk-Erweiterungsrahmen, kein offizielles UN-Zielsystem.
Kurz erklärt: Die Corporate Sustainability Reporting Directive ist die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen.
Welche Daten entstehen? Strukturierte Unternehmensdaten zu Umwelt, Sozialem, Governance, Geschäftsmodell, Risiken, Chancen und Auswirkungen.
WÖk-Nutzung: Schafft standardisierte Unternehmensdaten, die für Wirkungsbewertung nutzbar werden.
Hinweis: Rechtsstand und Anwendungsfristen können sich durch EU-Vereinfachungs- und Omnibus-Verfahren ändern.
Kurz erklärt: Die European Sustainability Reporting Standards konkretisieren, welche Nachhaltigkeitsinformationen Unternehmen im CSRD-Kontext berichten.
Welche Daten entstehen? Daten zu Umwelt, Sozialem, Governance, Wesentlichkeit, Policies, Maßnahmen, Zielen und Kennzahlen.
WÖk-Nutzung: Liefern strukturierte Daten zu Umwelt, Sozialem, Governance, Wesentlichkeit und Wirkung.
Grenze: ESRS sind Berichtsdaten. Die WÖk ergänzt Bewertung und wirtschaftliche Rückkopplung.
EFRAG Sustainability Reporting · EUR-Lex Delegierte Verordnung
Kurz erklärt: Die EFRAG entwickelt technische Entwürfe, Umsetzungshilfen und Materialien zu den ESRS.
Welche Daten entstehen? Keine Unternehmensdaten direkt, sondern Standards, Leitlinien und Umsetzungslogik.
WÖk-Nutzung: Fachlicher Referenzpunkt für ESRS-Struktur, Umsetzung und Datenlogik.
Kurz erklärt: Die GRI Standards sind ein globaler Rahmen, mit dem Organisationen über ihre Wirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Menschen berichten.
Welche Daten entstehen? Impact-orientierte Berichtsangaben zu Themen wie Emissionen, Arbeit, Menschenrechten, Lieferketten und Governance.
WÖk-Nutzung: Zusätzliche globale Daten- und Strukturquelle für Wirkungsindikatoren, besonders impact-orientiert.
Copyright-Hinweis: Die GRI-Standards werden hier nicht gespiegelt, sondern nur eingeordnet und verlinkt.
Kurz erklärt: ESG steht für Environmental, Social und Governance. Es wird vor allem im Finanz- und Unternehmenskontext genutzt, um Nachhaltigkeitsrisiken und Nachhaltigkeitsaspekte zu beschreiben.
Welche Daten entstehen? Risiko-, Rating-, Berichts- und Governanceinformationen.
WÖk-Nutzung: ESG-Daten können Grundlage sein. Die WÖk geht darüber hinaus, indem sie Wirkung wirtschaftlich zurückkoppelt.
Kurz erklärt: Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem für ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten.
Welche Daten entstehen? Taxonomiefähigkeit, Taxonomiekonformität und Kriterienbezug für nachhaltige Aktivitäten.
WÖk-Nutzung: Orientierung für ökologische Bewertung, Sustainable Finance und Kapitalwirkung.
Kurz erklärt: NACE ist die europäische Klassifikation wirtschaftlicher Aktivitäten.
Welche Daten entstehen? Branchen- und Aktivitätszuordnung für Unternehmen und wirtschaftliche Tätigkeiten.
WÖk-Nutzung: Ordnet Unternehmen, Tätigkeiten, Branchen und Produktgruppen einer wirtschaftlichen Aktivität zu. Wichtig für branchenspezifische Benchmarks und Scorecards.
Kurz erklärt: Der Digitale Produktpass speichert und teilt produktbezogene Informationen zu Nachhaltigkeit, Haltbarkeit, Materialien, Umweltaspekten und weiteren Produkteigenschaften.
Welche Daten entstehen? Produktbezogene Material-, Reparatur-, Haltbarkeits-, Kreislauf- und Umweltinformationen.
WÖk-Nutzung: Zentrale Grundlage für produktbezogene Wirkungsdaten, Lebenszyklusdaten und Steuerlogik.
Kurz erklärt: Die Ecodesign for Sustainable Products Regulation ist die EU-Verordnung für nachhaltigere Produktgestaltung und Grundlage für den Digitalen Produktpass.
Welche Daten entstehen? Produktbezogene Nachhaltigkeitsinformationen zu Design, Materialien, Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Kreislauffähigkeit.
WÖk-Nutzung: Schafft produktbezogene Nachhaltigkeitsinformationen, die in WÖk-Scorecards einfließen können.
Kurz erklärt: Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive betrifft unternehmerische Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umwelt in Unternehmenstätigkeiten und Wertschöpfungsketten.
Welche Daten entstehen? Risiko-, Sorgfalts-, Abhilfe- und Monitoringdaten in Wertschöpfungsketten.
WÖk-Nutzung: Relevante Quelle für Lieferkettenwirkung, Sorgfaltspflichten, Risiken und negative Wirkungen.
Kurz erklärt: Doppelte Wesentlichkeit betrachtet sowohl finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen als auch Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt, Menschen und Gesellschaft.
Welche Daten entstehen? Verknüpfte Informationen zu Impact Materiality und Financial Materiality.
WÖk-Nutzung: Brücke zwischen Unternehmenssicht und Wirkungslogik.
Kurz erklärt: Environmental Product Declarations sind Umweltproduktdeklarationen mit produktbezogenen Lebenszyklusinformationen.
Welche Daten entstehen? Umweltindikatoren über Lebenszyklusphasen, häufig für Bauprodukte, Materialien und Industrieprodukte.
WÖk-Nutzung: Relevante Quelle für Produktwirkung, insbesondere bei Bauprodukten, Materialien und Industrieprodukten.
Kurz erklärt: Life Cycle Assessment bezeichnet die Lebenszyklusanalyse eines Produkts von Rohstoff über Nutzung bis Entsorgung.
Welche Daten entstehen? Umweltwirkungen entlang des Lebenszyklus, etwa Klima, Wasser, Ressourcen, Emissionen und Abfall.
WÖk-Nutzung: Grundlage für produktbezogene Umweltwirkung, aber in der WÖk um Mensch, Demokratie und Rückkopplung erweitert.
Kurz erklärt: Das Greenhouse Gas Protocol ist ein Standardrahmen zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen.
Welche Daten entstehen? Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionsdaten.
WÖk-Nutzung: Relevante Quelle für Klima- und Emissionsindikatoren.
Kurz erklärt: Die International Labour Organization setzt internationale Arbeitsnormen.
Welche Daten entstehen? Referenzen zu Arbeitsrechten, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitsschutz, Löhnen und menschenwürdiger Arbeit.
WÖk-Nutzung: Referenz für Arbeit, Fairness, Arbeitsrechte, Kinderarbeit, Zwangsarbeit und menschenwürdige Arbeit.
Kurz erklärt: Die World Health Organization ist eine zentrale Referenz für Gesundheit, Public Health und gesundheitliche Risiken.
Welche Daten entstehen? Gesundheitsindikatoren, Risikoberichte, Leitlinien und Belastungsdaten.
WÖk-Nutzung: Referenz für Gesundheitswirkung und Gesundheitsindikatoren.
Kurz erklärt: Der Intergovernmental Panel on Climate Change ist die zentrale wissenschaftliche Referenz zu Klimawandel.
Welche Daten entstehen? Synthesen zu Klimawirkung, Emissionspfaden, Risiken, Anpassung und Schadensfolgen.
WÖk-Nutzung: Referenz für Klimawirkung, Emissionen, Anpassung und Risiken.
Kurz erklärt: IPBES ist die wissenschaftlich-politische Plattform zu Biodiversität und Ökosystemleistungen.
Welche Daten entstehen? Bewertungen zu Biodiversität, Ökosystemleistungen, Naturkapital und Verlustursachen.
WÖk-Nutzung: Referenz für Biodiversität, Ökosysteme, Naturkapital und planetare Risiken.
Begriffslandkarte
Die Karte zeigt die Beziehungen als einfache Übersetzungslogik. Sie ist kein vollständiges Rechts- oder Datenmodell, sondern ein methodischer Einstieg.
Beispiele
Beispielindikator
Beispielindikator
Datenqualität
Nicht alle Daten sind gleich belastbar. Die WÖk unterscheidet, ob Werte gemessen, berichtet, plausibilisiert, branchenspezifisch geschätzt oder nur als Archetyp angenähert sind.
Einordnung
Diese Seite erklärt Standards und Regularien im Kontext der Wirkungsökonomie. Sie ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung gesetzlicher Berichtspflichten.
Vertiefung: Von Daten zum Steuersatz, Datenbasis und Methodik, Glossar zu Daten und Standards.