Methodik · Datenbasis
Datenbasis und Methodik der Wirkungsökonomie
Die WÖk baut nicht bei null an. Viele Daten, die für eine Wirkungsbewertung nötig sind, entstehen bereits: in Nachhaltigkeitsberichten, Lieferketten, Produktdaten, digitalen Produktpässen, Standards und regulatorischen Berichtssystemen.
Die Wirkungsökonomie erfindet diese Daten nicht neu. Sie ordnet sie, bewertet sie und koppelt sie in Preise, Steuern, Kapitalzugang, Beschaffung und Entscheidungen zurück.
Quellenregister
Bestehende Daten werden anschlussfähig gemacht.
Die Tabelle zeigt, welche Standards und Datenquellen für die Wirkungsökonomie relevant sind. Sie ersetzt keine Originalstandards. Verlinkt wird auf offizielle Quellen.
Mapping-Register
Wie externe Daten zu WÖk-Indikatoren werden.
Externe Daten werden nicht einfach übernommen. Sie werden einem Wirkungsraum, einem Unterfeld, einer Einheit, einer Bewertungsrichtung und einer Datenqualitätsklasse zugeordnet.
Bewertungslogik
Von Rohdaten zur Rückkopplung
Die Wirkungsökonomie arbeitet mit einer nachvollziehbaren Kette. Jede Stufe macht sichtbar, was aus den Daten wird und wo Unsicherheit bleibt.
Vertiefung: Von Daten zum Steuersatz und Prozesslogik des Modells.
Beispielindikator
WÖk-ID: Treibhausgasemissionen pro Produkteinheit
Diese Karte zeigt beispielhaft, wie ein Indikator dokumentiert werden kann. Sie ist keine amtliche Bewertung.
WOK-PLANET-KLIMA-001
Treibhausgasemissionen pro Produkteinheit
- Wirkungsraum
- Planet
- Unterfeld
- Klima
- Mögliche Datenquellen
- ESRS E1, GRI 305, Produktdaten, digitaler Produktpass
- Einheit
- kg CO2e pro Produkteinheit
- Bewertungsrichtung
- niedriger ist besser
- Datenqualität
- A bis D, je nach Messung, Prüfung und Plausibilisierung
- Score
- -3 bis +3
Beispielhafte Logik - keine amtliche Bewertung.
Beispiele
Von Daten zu Wirkungsklassen
Die Beispiele sind Demonstrationsmodelle. Sie zeigen Datenquellen, Annahmen, Scorecard, Wirkungsklasse und mögliche Steuerklasse, ohne eine amtliche Einstufung zu behaupten.
Produktwirkung
Apfel und T-Shirt
Produktdaten, Lieferketten, CO2, Wasser, Arbeit, Gesundheit und Scorecard-Logik.
Simulator öffnenUnternehmen
Polyamid / Konzernbeispiel
Reportingdaten, Lieferketten, Investitionswirkung, Resilienz und Transformationsfähigkeit.
Materialien ansehenSDG+ Demokratie
Medienwirkung und Narrative
Sprache, Wirkungspotenziale, Resonanzräume, Vertrauen und demokratische Stabilität.
Narrativanalyse öffnenDatenqualität und Unsicherheit
Unsicherheit wird sichtbar markiert.
Nicht alle Daten sind gleich belastbar. Die WÖk soll transparent zeigen, ob ein Wert gemessen, berichtet, geschätzt oder modelliert ist.
Keine Parallelbürokratie
Neu ist nicht der Datenberg. Neu ist die Rückkopplung.
Die Wirkungsökonomie will nicht für jede Entscheidung neue Datenberge erzeugen. Sie nutzt Daten, die ohnehin in Unternehmen, Lieferketten, Berichten, Produktpässen, Finanz- und Risikosystemen entstehen. Neu ist, dass diese Daten nicht nur beschrieben werden. Sie verändern Preise, Steuern, Kapitalzugang, Beschaffung und Entscheidungen.
Einordnung: Wirkungsökonomie im Vergleich, Downloads und Arbeitspapiere, Akademie Teil III - Maßstab und Bewertung.
Hinweis
Methodik, keine amtliche Festsetzung
Diese Seite dokumentiert die Methodik und Datenlogik der Wirkungsökonomie. Sie ersetzt keine amtliche Steuerfestsetzung, keine gesetzliche Bewertung und keine Prüfung durch Behörden. Beispiele dienen der Veranschaulichung.