Anschlussbegriff
Entfremdung
Entfremdung beschreibt den Verlust von Bezug zu Arbeit, Produkt, Mitmenschen, Natur oder sich selbst.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Kapital, Markt und Eigentum.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Karl Marx, Wirkungsblindheit, Warenfetisch.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Anschluss an Marx, erweitert auf wirkungsblinde Arbeit, sinnlose Bürokratie, Plattformlogik, Konsum und Entkopplung von realen Folgen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Entfremdung wird als Wirkungszustand lesbar, wenn Menschen die Folgen ihrer Arbeit oder ihres Konsums nicht mehr erfahren.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Entfremdung“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Entfremdung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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