Möglicher Pfad
Was könnte sich wodurch verändern?
Auslöser, Mechanismen und Bedingungen verbinden Handlungen und mögliche Folgen. Wirkungspotenzial und Wirkungsrisiko sind Aussagen über diesen Pfad, keine Stationen darin.
Wirkungsökonomie verstehen
Die Wirkungsökonomie fragt nicht zuerst, ob etwas gut gemeint, laut sichtbar oder finanziell erfolgreich ist. Sie fragt, was sich dadurch tatsächlich verändert: für Mensch, Planet und Demokratie.
Kernformel
Wirkung ist die tatsächliche Veränderung von Zuständen. Sie kann positiv, negativ, neutral oder ambivalent bewertet werden. Reicht die Evidenz nicht aus, bleibt die Einordnung offen.
Ausgangspunkt
Viele Systeme messen Umsatz, Kosten, Klicks, Stimmen, Rendite oder Veröffentlichungen. Sie sehen aber nur teilweise, ob sich Zustände für Mensch, Planet und Demokratie verbessern oder verschlechtern.
Dadurch können Schäden ausgelagert werden: schlechte Luft, Vertrauensverlust, Überlastung, Abhängigkeit, soziale Spaltung oder demokratische Erosion tauchen dann nicht dort auf, wo Entscheidungen getroffen werden.
Pfad und Prüfschichten unterscheiden
Ein plausibler Wirkpfad ist kein Wirkungsnachweis. Potenzial und Risiko beschreiben mögliche Pfade, keine Stationen. Erst tatsächliche Zustandsveränderungen sind Wirkung. Auch IOOI beginnt mit dem Input vor Outcome und Impact; ein früherer Start unterscheidet die Ansätze nicht.
Möglicher Pfad
Auslöser, Mechanismen und Bedingungen verbinden Handlungen und mögliche Folgen. Wirkungspotenzial und Wirkungsrisiko sind Aussagen über diesen Pfad, keine Stationen darin.
Results Chain
IOOI steht für Input, Output, Outcome und Impact. Die externe, optionale Methode ordnet Ressourcen, Leistungen und Veränderungen innerhalb eines Pfads. Aktivität kann zwischen Input und Output stehen, gehört aber nicht zum Akronym.
WÖk drumherum
Evidenz, Zurechnung, Bewertung, Schutz, Systemprüfung und Rückkopplung sind Ebenen um den Pfad. Transformationswirkung ist eine eigene evidenzpflichtige Systemfrage, keine Stufe nach Impact.
Modell
Das sind sechs Prüf-Fragen, keine sechs Stationen, die eine Wirkung der Reihe nach durchläuft. Sie beziehen sich auf denselben Gegenstand und werden bei neuen Erkenntnissen erneut gestellt.
1
Eine Entscheidung, ein Produkt, eine Regel oder eine Formulierung kann ein System verändern.
2
Wir beschreiben mögliche Folgen und Risiken. Was möglich ist, ist noch nicht eingetreten.
3
Wir vergleichen reale Zustände mit der Ausgangslage. Eine erbrachte Leistung allein ist noch keine Wirkung.
4
Wir prüfen Quellen, Daten und andere mögliche Ursachen. Eine beobachtete Veränderung beweist noch nicht, wer sie verursacht hat.
5
Wir legen den Maßstab für Mensch, Planet und Demokratie offen. Schwere Schäden dürfen nicht mit Vorteilen an anderer Stelle verrechnet werden.
6
Die Erkenntnis soll die nächste Entscheidung verbessern. Neue Daten können zeigen, dass Annahmen oder Regeln geändert werden müssen.
Rückkopplung
Sie liefert einen klareren Maßstab für demokratische Entscheidungen. Parlamente, Verwaltungen, Unternehmen und Bürger:innen können sichtbar machen, welche Folgen bisher ausgeblendet waren und welche Zielkonflikte politisch entschieden werden müssen.
Der Unterschied zur alten Logik ist einfach: Nicht nur Output zählt, sondern Netto-Wirkung. Nicht nur Absicht zählt, sondern überprüfbare Veränderung. Nicht nur Marktpreis zählt, sondern auch der Schaden oder Nutzen, der bisher außerhalb der Rechnung lag.
Weitergehen
Kurzantworten, Begriffe und Pfade für den schnellen Einstieg.
Kompass öffnenNarrative, Frames und öffentliche Aussagen wirkungsökonomisch prüfen.
Radar öffnenScorecards, Register, Rechner und Methoden für praktische Anwendung.
Methoden öffnenDie WÖk-Wirkungsarchitektur verbindet Evidenz, Bewertung, Schutz und Rückkopplung. IOOI und Theory of Change können als externe Methoden einbezogen werden.
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