Die Steuerfrage neu gestellt
Steuern werden oft so diskutiert, als ginge es nur um Höhe, Entlastung oder Belastung. Die Wirkungsökonomie stellt eine andere Frage: Welche Richtung gibt ein Steuersystem der Gesellschaft? Heute werden viele Aktivitäten nach Geldfluss behandelt, nicht nach Zustandsveränderung. Umsatz ist Umsatz. Einkommen ist Einkommen. Kapitalertrag ist Kapitalertrag. Ob daraus gesündere Lebensbedingungen, gute Arbeit, stabile Demokratie oder ökologische Regeneration entstehen, spielt in der Steuerlogik oft nur am Rand eine Rolle.
Die Wirkungssteuer verändert nicht den Zweck des Staates zu einer Moralbehörde. Sie macht die Steuer zu einer Rückkopplung. Wenn eine wirtschaftliche Aktivität positive Netto-Wirkung erzeugt, soll sie leichter werden. Wenn sie negative Wirkung verursacht, soll sie nicht länger so tun können, als sei sie nur billig, effizient oder profitabel.