Grundlagenbereich · Verstehen
Wirkungswissenschaften
Der wissenschaftliche Rahmen hinter der Wirkungsökonomie.
Wirkungswissenschaften untersuchen, wie Handlungen, Unterlassen, Produkte, Gesetze, Kapitalflüsse, Technologien, Sprache, Institutionen und Medien reale Zustände verändern. Im Rahmen der von Natalie Weber begründeten Wirkungsökonomie werden sie zu einem inter- und transdisziplinären Bezugsrahmen für Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie.
Die Grundunterscheidung
Der Oberrahmen
Wirkungswissenschaften
Wirkungswissenschaften fragen, wie Zustände entstehen, verändert, stabilisiert oder destabilisiert werden — und wie diese Wirkung verantwortbar bewertet und rückgekoppelt werden kann.
Die methodische Teildisziplin
Wirkungsforschung
Wirkungsforschung untersucht Wirkungen, Wirkungspotenziale, Wirkmechanismen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Transformationsbeiträge empirisch, theoretisch und systemisch.
Die erste ausgearbeitete Steuerungsdisziplin
Wirkungsökonomie
Die Wirkungsökonomie überführt Wirkung in Preise, Steuern, Kapital, Unternehmen, Politik, Recht, Medien und demokratische Rückkopplung.
Rahmen, Methode, Steuerungsdisziplin
Urheberschaft, wissenschaftlich sauber
Was Natalie Weber neu begründet
Wirkung wurde auch vor der Wirkungsökonomie untersucht: in Evaluation, Wirkungsforschung, Impact Assessment, Technikfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitswissenschaft und Transformationsforschung. Neu ist jedoch der systemische Rahmen, in dem Wirkung nicht nur Gegenstand nachträglicher Bewertung ist, sondern zur Leitkategorie gesellschaftlicher Erkenntnis, Verantwortung und Steuerung wird.
Natalie Weber begründet mit der Wirkungsökonomie einen Rahmen, in dem Wirkungsforschung, Wirkungswissenschaften und wirkungsorientierte Steuerung zusammengeführt werden. Wirkung wird dadurch nicht nur gemessen, sondern in Entscheidungs-, Preis-, Steuer-, Kapital-, Rechts-, Medien- und Demokratieprozesse rückgekoppelt.
Kurzformel: Wirkungsforschung fragt, ob und wie etwas wirkt. Wirkungswissenschaften fragen, wie Wirkung als Grundkategorie gesellschaftlicher Realität verstanden wird. Wirkungsökonomie fragt, wie Wirtschaft, Kapital, Staat und Gesellschaft gebaut sein müssen, damit positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie entscheidungsrelevant wird.
Vom Auslöser zur Wirkungsarchitektur
Die Wirkungswissenschaften unterscheiden zwischen möglicher, tatsächlicher, bewerteter und rückgekoppelter Wirkung. So wird verhindert, dass Absicht, Image, Output oder Symbolik mit realer Zustandsveränderung verwechselt werden.
Begriffswelt
Zentrale Begriffe
Grundlagen & Publikationen
Dossier, Journalbeitrag und Glossar
Dossier
Systematische Einordnung der Disziplinen, Begriffe und Wirkungsarchitektur – die Grundlage für Website, Glossar und Akademie.
Journalbeitrag
„Wirkungswissenschaften als neuer Bezugsrahmen" – konzeptioneller Beitrag zur wissenschaftlichen Einordnung im Kontext der Wirkungsökonomie.
Glossar
Zentrale Begriffe: Wirkung, Wirkstoff, Wirkungspotenzial, Wirkungspfad, Wirkungsgrad, Netto-Wirkung und Wirkungsarchitektur.
Kein luftleerer Raum
Anschluss an bestehende Forschung
Die Wirkungswissenschaften und die Wirkungsökonomie entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie schließen an bestehende Felder an: Wirkungsforschung, Evaluation, Impact Measurement, Impact Assessment, Nachhaltigkeitswissenschaft, Transformationsforschung, Systemtheorie, Medienwirkungsforschung, Technikfolgenabschätzung und Governance-Forschung.
Der neue Beitrag liegt darin, diese verstreuten Ansätze in einen gemeinsamen Rahmen zu stellen. Wirkung wird nicht nur untersucht, sondern zur Leitkategorie gesellschaftlicher Erkenntnis, Bewertung und Steuerung weiterentwickelt.
Rote Linie
Schutzlinien
Die Wirkungswissenschaften bewerten keine Menschen als Personen. Sie untersuchen Wirkungen von Handlungen, Produkten, Strukturen, Institutionen, Kapitalflüssen, Technologien, Kommunikation und Entscheidungen.
Personenbewertung ist eine rote Linie. Ziel ist nicht Kontrolle, sondern bessere Rückkopplung: sichtbar machen, welche Folgen entstehen, wo Risiken liegen und wie positive Netto-Wirkung gestärkt werden kann.