Wirkungswissenschaften · Glossarbasis

Begriffssystem der Wirkungswissenschaften

Die zentralen Begriffe - systemisch geordnet.

Begriffssystem

Von der Möglichkeit zur Architektur

Jeder Begriff ist im Glossar der Wirkungsökonomie ausführlich definiert.

Der Wirkungsprozess Von Auslöser über Wirkungspotenzial, Wirkungspfad, tatsächliche Wirkung, Bewertung und Netto-Wirkung bis zur Rückkopplung. AuslöserPotenzialPfadWirkungBewertungNetto-WirkungRückkopplung
Der Wirkungsprozess: von der Möglichkeit zur rückgekoppelten, bewerteten Wirkung.
Wirkung
Die tatsächliche Veränderung von Zuständen - positiv, negativ oder neutral, immer mit Bezugspunkt.
Wirkstoff
Didaktische Analogie für einen Auslöser mit Wirkungspotenzial. Nicht selbst Wirkung, sondern das, was Wirkung ermöglicht.
Wirkungspotenzial
Die Möglichkeit, dass eine Handlung, ein Produkt, ein Gesetz oder ein Kapitalfluss Wirkung entfaltet - noch keine eingetretene Wirkung.
Wirkungsrisiko
Die Möglichkeit negativer, destabilisierender oder unbeabsichtigter Wirkungen.
Wirkmechanismus
Wie eine Wirkung entstehen soll oder kann.
Wirkungspfad
Der plausible Weg vom Auslöser über Wirkmechanismus, Wirkungsraum und Nebenwirkungen zur Zustandsveränderung.
Wirkungsraum
Der Bereich, in dem eine Handlung, ein Produkt oder Kommunikation Folgen entfaltet.
Wirkungsbewertung
Die Einordnung einer Zustandsveränderung an Mensch, Planet und Demokratie sowie an SDGs und SDG+.
Netto-Wirkung
Die zusammenführende Bewertung positiver und negativer Wirkungen unter Wirkungsgrenzen und Nichtkompensation.
Wirkungsgrad
Das Verhältnis von eingesetzten Ressourcen und Aktivität zu tatsächlich positiver Netto-Wirkung - Wirkleistung statt Scheinleistung.
Transformationswirkung
Die Veränderung von Systemlogiken, Standards, Anreizen, Infrastrukturen oder Handlungspfaden.
Wirkungsrückkopplung
Der Lernprozess, durch den bewertete Wirkung in künftige Entscheidungen, Regeln und Anreize zurückfließt.
Wirkungsarchitektur
Das Gesamtsystem aus Daten, Begriffen, Methoden, Institutionen, Regeln, Schutzlinien und Rückkopplungen.

Weiterlesen

Im Bereich Wirkungswissenschaften

Dossier

Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.

Öffnen →

Journalbeitrag

Der konzeptionelle Beitrag im Journal.

Öffnen →

Glossar

Alle Begriffe der Wirkungsökonomie.

Öffnen →

Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

Zur WÖk-Methodik · Zu Daten- und Quellenfunktionen · Zum Fünf-Fälle-Benchmark