Wirkungswissenschaften · Grundlagen

Definition der Wirkungswissenschaften

Was Wirkungswissenschaften sind - und wie sie sich abgrenzen.

Kerndefinition

Wirkung als Grundkategorie

Wirkungswissenschaften bezeichnen den von Natalie Weber im Kontext der Wirkungsökonomie begründeten inter- und transdisziplinären Wissenschaftsrahmen, der Wirkung als tatsächliche Veränderung von Zuständen untersucht, bewertet und in gesellschaftliche Lern-, Entscheidungs- und Steuerungsprozesse rückkoppelt.

Sie führen verstreute Ansätze der Wirkungsforschung, Evaluation, Nachhaltigkeitswissenschaft, Impact-Messung, Folgenabschätzung, Systemtheorie und Transformationsforschung in einer gemeinsamen Leitkategorie zusammen: Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie.

Abgrenzung

Rahmen, nicht Einzelmethode

Abgrenzung

Nicht nur Wirkungsforschung

Wirkungsforschung ist die methodische Teildisziplin. Die Wirkungswissenschaften sind der übergreifende Rahmen, der Erkenntnis, Bewertung und Rückkopplung verbindet.

Abgrenzung

Mehr als Impact Measurement

Impact Measurement misst einzelne Wirkungen. Die Wirkungswissenschaften fragen zusätzlich, wie Wirkung bewertet, gewichtet und in Entscheidungen zurückgeführt wird.

Referenzrahmen

Mensch, Planet, Demokratie

Wirkung wird an Mensch, Planet und Demokratie sowie an relevanten Referenz- und Schutzräumen eingeordnet. Global gehören SDGs dazu, bei deutschen öffentlichen Fällen zusätzlich die DNS; SDG+ ist WÖk-eigen. Zielbezug allein ist kein Wirkungsnachweis.

Disziplinenordnung

Der Oberrahmen und seine Spezialbereiche

Disziplinenordnung der Wirkungswissenschaften Die Wirkungswissenschaften bilden den Oberrahmen über Wirkungsforschung, Wirkungsökonomie, Wirkungsrecht, Wirkungscontrolling, Medienwirkungsanalyse, Demokratiewirkung, Wirkungsgovernance und Wirkungskompetenz. Wirkungswissenschaften WirkungsforschungWirkungsökonomieWirkungsrechtWirkungscontrollingMedienwirkungsanalyseDemokratiewirkungWirkungsgovernanceWirkungskompetenz
Die Wirkungswissenschaften als Oberrahmen mit ihren Spezialbereichen.

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Im Bereich Wirkungswissenschaften

Dossier

Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.

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Journalbeitrag

Der konzeptionelle Beitrag im Journal.

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Glossar

Alle Begriffe der Wirkungsökonomie.

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Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

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