Wirkungswissenschaften · Einwände & Missverständnisse

Häufige Fragen zu Wirkungswissenschaften

Antworten auf die häufigsten Fragen.

FAQ

Fragen und Missverständnisse

Sind Wirkungswissenschaften neu?

Neu ist nicht, dass Wirkung untersucht wird, sondern der systemische Dachrahmen, der verstreute Ansätze zusammenführt und Wirkung zur Leitkategorie von Erkenntnis, Bewertung und Steuerung macht.

Was ist der Unterschied zwischen Wirkungsforschung und Wirkungswissenschaften?

Wirkungsforschung ist die methodische Teildisziplin (sie untersucht, ob und wie etwas wirkt). Die Wirkungswissenschaften sind der übergreifende Rahmen, in dem Wirkung als Grundkategorie verstanden, bewertet und rückgekoppelt wird.

Hat Natalie Weber die Wirkungsforschung erfunden?

Nein. Bestehende Wirkungsforschung, Evaluation und Impact Assessment liefern wichtige Vorarbeiten. Natalie Weber führt sie in einen eigenständigen systemischen Rahmen zusammen und erweitert sie zur voraus-, begleit- und rückkoppelnden Wirkungsforschung.

Was ist der neue Beitrag der Wirkungsökonomie?

Die Wirkungsökonomie ist die erste ausgearbeitete Steuerungs- und Ordnungsdisziplin dieses Rahmens: Sie überführt Wirkung in Preise, Steuern, Kapital, Recht, Medien und demokratische Rückkopplung.

Ist das eine neue Wissenschaft oder ein Ordnungsrahmen?

Beides ist zu unterscheiden: Die Wirkungswissenschaften sind ein Wissenschafts- und Bezugsrahmen; die Wirkungsökonomie ist die daraus abgeleitete Steuerungsdisziplin.

Bewerten Wirkungswissenschaften Menschen?

Nein. Bewertet werden Wirkungen von Handlungen, Produkten, Strukturen, Institutionen, Kapitalflüssen und Kommunikation - nicht Personen. Personenbewertung ist eine rote Linie.

Wie verhalten sich Wirkungswissenschaften zu ESG, SROI und Nachhaltigkeitswissenschaft?

Sie schließen an diese Felder an, gehen aber über Berichtspflichten und Einzelkennzahlen hinaus, indem sie Wirkung bewerten, gewichten und in Entscheidungen zurückkoppeln.

Was bedeutet Mensch, Planet und Demokratie?

Der normative Referenzrahmen, an dem positive Wirkung eingeordnet wird - ergänzt um SDGs und SDG+.

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Im Bereich Wirkungswissenschaften

Dossier

Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.

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Journalbeitrag

Der konzeptionelle Beitrag im Journal.

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Glossar

Alle Begriffe der Wirkungsökonomie.

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Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

Zur WÖk-Methodik · Zu Daten- und Quellenfunktionen · Zum Fünf-Fälle-Benchmark