Dossier
Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.
Wirkungswissenschaften · Einwände & Missverständnisse
Antworten auf die häufigsten Fragen.
FAQ
Wirkungsforschung, Evaluation und Folgenabschätzung bestehen bereits. Der WÖk-eigene Vorschlag ist ein gemeinsamer Bezugsrahmen für Erkenntnis, Bewertung und Steuerung, keine belegte Erstmaligkeitsbehauptung.
Wirkungsforschung ist die methodische Teildisziplin (sie untersucht, ob und wie etwas wirkt). Die Wirkungswissenschaften sind der übergreifende Rahmen, in dem Wirkung als Grundkategorie verstanden, bewertet und rückgekoppelt wird.
Nein. Bestehende Wirkungsforschung, Evaluation und Impact Assessment liefern wichtige Vorarbeiten. Natalie Weber führt sie in einen eigenständigen systemischen Rahmen zusammen und erweitert sie zur voraus-, begleit- und rückkoppelnden Wirkungsforschung.
Die Wirkungsökonomie wird als Steuerungs- und Ordnungsdisziplin in diesem vorgeschlagenen Bezugsrahmen ausgearbeitet. Ihre Zielarchitektur soll geprüfte Erkenntnisse in Preise, Steuern, Kapital, Recht, Medien und demokratische Entscheidungen zurückführen.
Beides ist zu unterscheiden: Die Wirkungswissenschaften sind ein Wissenschafts- und Bezugsrahmen; die Wirkungsökonomie ist die daraus abgeleitete Steuerungsdisziplin.
Nein. Bewertet werden Wirkungen von Handlungen, Produkten, Strukturen, Institutionen, Kapitalflüssen und Kommunikation - nicht Personen. Personenbewertung ist eine rote Linie.
Sie schließen an diese Felder an, gehen aber über Berichtspflichten und Einzelkennzahlen hinaus, indem sie Wirkung bewerten, gewichten und in Entscheidungen zurückkoppeln.
Der normative Referenzrahmen, an dem positive Wirkung eingeordnet wird - ergänzt um SDGs und SDG+.
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Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung
Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.
Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.
Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.
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