Methodische Teildisziplin

Wirkungsforschung

Wirkungsforschung untersucht Wirkungen, Wirkungspotenziale, Wirkmechanismen, Neben- und Wechselwirkungen, Wirkungsrisiken und Transformationsbeiträge.

Kerndefinition

Wirkungsforschung ist innerhalb der Wirkungswissenschaften die methodische Teildisziplin, die Wirkungen, Wirkungspotenziale, Wirkmechanismen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Wirkungsrisiken und Transformationsbeiträge empirisch, theoretisch und systemisch untersucht.

In der Weiterentwicklung durch Natalie Weber wird Wirkungsforschung von einer überwiegend nachträglichen Evaluationspraxis zu einer voraus-, begleit- und rückkoppelnden Forschungsform erweitert.

Vorher

Klassische Wirkungsforschung

Evaluation, Impact Assessment und Wirkungsmessung liefern wichtige Methoden – überwiegend als nachträgliche Bewertung einzelner Programme.

Grenze

Zu punktuell, zu spät

Einzelbefunde bleiben oft ohne systemischen Rahmen, ohne Rückkopplung und ohne Schutz vor Scheinkausalität und Wirkungssimulation.

Neu

Systemische Wirkungsforschung

Voraus-, begleit- und rückkoppelnd: Sie fragt, wie Wirkung entsteht, wie sie plausibel nachgewiesen, begrenzt, bewertet und in künftige Entscheidungen zurückgeführt wird.

Methodischer Anschluss

Zum Kanon gehören Theory of Change, Contribution Analysis, Wirkpfade, Indikatoren und Scorecards, Datenqualität und Unsicherheitsangaben – ausführlich auf der Seite Methodik.