Wirkungswissenschaften · Methodische Teildisziplin

Wirkungsforschung

Von der Evaluation zur systemischen Wirkungsforschung.

Kerndefinition

Was Wirkungsforschung untersucht

Wirkungsforschung ist innerhalb der Wirkungswissenschaften die methodische Teildisziplin, die Wirkungen, Wirkungspotenziale, Wirkmechanismen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Wirkungsrisiken und Transformationsbeiträge empirisch, theoretisch und systemisch untersucht.

Im WÖk-Rahmen werden etablierte ex-ante-, begleitende und ex-post-Ansätze ausdrücklich mit systemischer Wirkmodellierung, Gegenfaktum/Zurechnung und wiederholbarer Rückkopplung verbunden.

Vom Befund zum System

Alte und neue Wirkungsforschung

Bestehender Kanon

Evaluation und Impact Assessment

Evaluation, Impact Assessment und Folgenabschätzung liefern wichtige ex-ante-, begleitende und ex-post-Methoden. Die WÖk baut darauf auf, statt sie als Leerstelle zu behandeln.

Integrationsfrage

Wie wird aus Befunden Steuerungslernen?

Der WÖk-Zusatz liegt in der durchgängigen Verbindung von Problem, Ziel, Kausalhypothese, Verteilung, Optionen, Attribution und wiederholbarer Rückkopplung - nicht in der Behauptung, Folgenprüfung habe zuvor gefehlt.

Neu

Systemische Wirkungsforschung

Voraus-, begleit- und rückkoppelnd: Sie fragt, wie Wirkung entsteht, wie sie plausibel nachgewiesen, begrenzt, bewertet und in künftige Entscheidungen zurückgeführt wird.

Methodischer Anschluss

Werkzeuge der Wirkungsforschung

Zum Kanon gehören Theory of Change, Contribution Analysis, Wirkpfade, Indikatoren und Scorecards, Datenqualität und Unsicherheitsangaben - ausführlich auf der Seite Methodik.

Weiterlesen

Im Bereich Wirkungswissenschaften

Dossier

Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.

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Journalbeitrag

Der konzeptionelle Beitrag im Journal.

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Glossar

Alle Begriffe der Wirkungsökonomie.

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Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

Zur WÖk-Methodik · Zu Daten- und Quellenfunktionen · Zum Fünf-Fälle-Benchmark