Master-Map

WÖk auf einer Seite

Die Wirkungsökonomie verbindet Daten, Bewertung, Grenzen, Rückkopplung und Lernen zu einem Ziel: positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie.

Diese Seite ist der kompakte Überblick für neue Nutzer:innen und der Verteiler für fachliche Vertiefung. Sie behauptet keine amtliche Bewertung und ersetzt keine Beratung.

Einfach erklärt

Erst Alltag, dann Fachbegriff.

Wirkungsökonomie wird verständlich, wenn man zuerst fragt, was sich im Alltag verändert. Danach kommen die Begriffe, Daten und Bewertungsregeln.

Alltag

Ein Preis zeigt, was bezahlt wird. Er zeigt nicht automatisch, welche Folgen bei Arbeit, Gesundheit, Klima oder Demokratie entstehen.

Fachbegriff

Wirkung ist die tatsächliche Veränderung von Zuständen. Sie kann positiv, negativ, neutral oder ambivalent bewertet werden. Reicht die Evidenz nicht aus, bleibt die Einordnung offen.

Zielgröße

Ziel der WÖk ist positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie. Schwere Schäden dürfen nicht schöngerechnet werden.

Gesamtlogik

Vom blinden Erfolg zur lernenden Rückkopplung

Die Karte liest sich von links nach rechts und auf kleinen Bildschirmen von oben nach unten.

01

Problem: Wirkungsblindheit

Gewinn, Wachstum, Reichweite oder Output zeigen oft nicht, ob reale Zustände besser oder schlechter werden.

02

Daten

Reporting-, Produkt-, Lieferketten- und Alltagsdaten werden nutzbar, ohne Unsicherheit zu verstecken.

03

Bewertung

Wirkung wird positiv, neutral, negativ oder ambivalent bewertet: relational, begründet und mit offengelegtem Referenzrahmen. Reicht die Evidenz nicht aus, bleibt die Einordnung offen.

04

Grenzen

Nichtkompensation schützt vor dem Verrechnen schwerer Schäden. Reverse Merit Order kann dies als Bewertungslogik umsetzen: Zentrale kritische Felder oder verletzte Grenzen begrenzen das Gesamturteil.

05

Rückkopplung

In der WÖk-Zielarchitektur soll geprüfte Bewertung Entscheidungen zu Preisen, Steuern, Kapital, Beschaffung und Förderung unterstützen. Daten lösen keine automatische Steuerentscheidung aus.

06

Lernen

Evaluation, offene Daten und Rechtsschutz sollen die Logik korrigierbar halten. Ein unabhängiger Wirkungsrat ist eine vorgeschlagene Institution, keine bereits bestehende staatliche Einrichtung.

07

Ziel

Positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie wird entscheidungsrelevant.

Du bist hier

Von der Übersicht in die Vertiefung

Die Master-Map ist die Mitte. Von hier führen kurze Wege zu Begriffen, Methoden, Anwendungsfeldern und Einwänden.

Brücken

Wohin du als Nächstes gehen kannst

Begriff

Glossar: Wirkung

Wirkung ist neutral und relational. Positive Wirkung braucht einen Referenzrahmen.

Glossarbegriff erklären

Referenzrahmen

SDGs & SDG+

SDG+ ist die transparente WÖk-Erweiterung, keine offizielle UN-Kategorie.

Referenzrahmen ansehen

Methoden

Methoden & Werkzeuge

Von WÖk-Netto-Wirkungsindex über T-SROI bis zu Datenqualität, Scorecards und Rückkopplungsinstrumenten.

Methodik lesen

Anwendung

Wirkungsfelder

Produkte, Unternehmen, Staat, Medien, Wohnen, Bildung, Kapital und weitere Felder.

Felder ansehen

Kritik

Einwände

Planwirtschaft, Social Credit, Bürokratie, Messbarkeit und demokratische Kontrolle.

Schutzgrenzen ansehen

Erleben

Demos

Modellhafte Demos, nicht amtlich, keine Beratung und keine Personenbewertung.

Tool testen

Bibliothek

Grundlagenwerk

Die theoretische Grundlage, Online-Buch, Downloads und Arbeitsbibliothek.

Grundlagenwerk lesen

Schutzlinien

Was diese Master-Map nicht tut

Sie bewertet keine Personen, trifft keine automatische Entscheidung und ersetzt keine Rechts-, Steuer-, Anlage-, Kredit-, Versicherungs- oder Förderberatung. Datenqualität, Unsicherheit, Zielkonflikte und demokratische Verantwortung bleiben sichtbar.

Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) verbindet Ziele, Indikatoren und Monitoring. Die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien verlangt Ziel und Notwendigkeit, Sachverhalt und Erkenntnisquellen, andere Lösungsmöglichkeiten sowie wesentliche beabsichtigte und unbeabsichtigte Gesetzesfolgen. Die Nachhaltigkeitsprüfung wird dabei unter anderem durch eNAP/eGFA unterstützt. Auch eine spätere Überprüfung beabsichtigter Wirkungen, der Kosten-Ergebnis-Relation und eingetretener Nebenwirkungen ist in § 44 Abs. 7 GGO angelegt.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich unter denselben Ziel- und Schutzräumen, Nichtkompensation harter Schutzgrenzen sowie wiederholbarem Reality Check und versionierter Lernschleife.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist dabei eine Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

Zur WÖk-Methodik · Zu Daten- und Quellenfunktionen · Zum Fünf-Fälle-Benchmark