Wirkungswissenschaften · Steuerungsdisziplin

Wirkungsökonomie als Steuerungsdisziplin

Wie Wirkung in Preise, Steuern, Kapital und Governance übergeht.

Kerndefinition

Eine ausgearbeitete Steuerungsdisziplin

Die Wirkungsökonomie ist eine von Natalie Weber ausgearbeitete Steuerungs- und Ordnungsdisziplin im Rahmen der Wirkungswissenschaften. Sie untersucht nicht nur, welche Wirkungen wirtschaftliche Aktivitäten erzeugen, sondern wie Märkte, Preise, Steuern, Kapital, Unternehmen und öffentliche Entscheidungen so gestaltet werden können, dass positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie entscheidungsrelevant wird. Bei staatlichen Entscheidungen schließt sie ausdrücklich an bestehende Folgen-, Nachhaltigkeits- und Evaluationsarchitekturen an.

Vom Prinzip zum Werkzeug

Wirkung statt Kapital

Prinzip

Wirkung statt Kapital

Kapital bleibt Werkzeug, Wirkung wird Kompass. Wirtschaft wird als Wirkungssystem verstanden.

Modell verstehen →

Werkzeuge

Von Daten zu Preisen

WÖk-IDs, Scorecards, WÖk-Netto-Wirkungsindex und T-SROI übersetzen Wirkungsdaten in Preise, Steuern und Kapitalzugang.

Wirkungssteuerung →

Abgrenzung

Über ESG, SROI, Donut hinaus

Die Wirkungsökonomie bleibt nicht bei Berichtspflichten oder Einzelkennzahlen stehen, sondern koppelt Wirkung in Entscheidungen zurück.

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Im Bereich Wirkungswissenschaften

Dossier

Das Grundlagendossier zur systemischen Einordnung.

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Journalbeitrag

Der konzeptionelle Beitrag im Journal.

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Glossar

Alle Begriffe der Wirkungsökonomie.

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Bestehende Staatsarchitektur und WÖk-Ergänzung

Deutschland prüft Folgen bereits. Die WÖk führt die Ebenen systematisch zusammen.

Für Bundesregelungsvorhaben existiert bereits eine institutionalisierte Prüfarchitektur: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, GGO/Gesetzesfolgenabschätzung, Nachhaltigkeitsprüfung und eNAP/eGFA sowie Monitoring. § 43 GGO umfasst unter anderem Ziel, Sachverhalt und Alternativen; § 44 beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen, Nachhaltigkeitsbezug und Vorgaben zur späteren Überprüfung.

Die Wirkungsökonomie ersetzt diese Architektur nicht. Sie ergänzt sie um eine durchgängig objektspezifische Verbindung von Problemprüfung, Zielprüfung, expliziten Wirkpfaden (A→M→ΔZ→R), Wirkungen erster bis dritter Ordnung und Kaskaden, Verteilung und Resilienz, Gegenfaktum und Zurechnung, Omissions-/Delivery-/Kohärenzprüfung, strukturiertem Optionsvergleich, Nichtkompensation und wiederholbarem Reality Check.

Ein Bezug zu DNS, SDGs oder Indikatoren ist Ziel- und Referenzinformation - kein automatischer Kausalitätsnachweis. Indikator ist nicht Wirkung, Output ist nicht Outcome und Beobachtung ist nicht Zurechnung.

Zur WÖk-Methodik · Zu Daten- und Quellenfunktionen · Zum Fünf-Fälle-Benchmark