Schutzbegriff
Institutionelle Vertrauenswürdigkeit
Institutionelle Vertrauenswürdigkeit bezeichnet die überprüfbare Qualität von Institutionen, berechenbar, fair, rechtsgebunden, korrigierbar und gegen Vereinnahmung geschützt zu handeln.
Auf einen Blick
- Einordnung: Schutzbegriff im Bereich Schutzbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Vertrauen, Vertrauensallmende, Kooperative Wehrhaftigkeit.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Vertrauenswürdigkeit ist nicht bloß hohe Zustimmung oder persönliche Reputation. Sie zeigt sich in fairen Verfahren, begründbaren Entscheidungen, Korrekturmöglichkeiten, Rechtsschutz und einem Schutz gegen Capture. Auch autoritäre oder korrupte Systeme können gruppenintern Vertrauen erzeugen, ohne institutionell vertrauenswürdig zu sein.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk ist institutionelle Vertrauenswürdigkeit eine nicht kompensierbare Funktionsbedingung von Kooperation und eine Querschnittsanforderung für SDG+ 2.0. Sie macht keine Personenbewertung und begründet keinen Social-Credit-Mechanismus.
Verwendung
Verwendung
Von subjektivem Vertrauen, Reputation oder Popularität unterscheiden. Der Begriff bezieht sich auf überprüfbare institutionelle Eigenschaften, nicht auf eine Bewertung einzelner Menschen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- reputation
- social-credit
- personenbewertung
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Institutionelle Vertrauenswürdigkeit“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise