Grundbegriff

Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn

Nachbarschaftsstrom ist ein alltagsnaher Begriff für lokal oder regional erzeugten erneuerbaren Strom, der von einem benachbarten Erzeuger oder einer lokalen Gemeinschaft bezogen wird.

GrundbegriffStand / Version 1.1

Auf einen Blick

  • Nachbarschaftsstrom meint rechtlich, technisch und bilanziell organisierten lokalen erneuerbaren Strom - nicht formlosen Stromhandel über den Gartenzaun.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Grundbegriff und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Energy Sharing, Energiegemeinschaft, Energiegenossenschaft.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Der Begriff sollte verständlich, aber präzise verwendet werden. Gemeint ist in der Regel rechtlich, technisch und bilanziell organisiertes Energy Sharing oder ein anderes zulässiges dezentrales Versorgungsmodell. Strom vom Nachbarn bedeutet nicht, dass Strom formlos, ohne Vertrag, ohne Messung oder ohne Netzregeln verkauft wird. Beim Energy Sharing erfolgt die Lieferung über das öffentliche Netz und benötigt unter anderem Verträge, Messwerte und Reststromversorgung.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Der Begriff sollte verständlich, aber präzise verwendet werden. Gemeint ist in der Regel rechtlich, technisch und bilanziell organisiertes Energy Sharing oder ein anderes zulässiges dezentrales Versorgungsmodell. Strom vom Nachbarn bedeutet nicht, dass Strom formlos, ohne Vertrag, ohne Messung oder ohne Netzregeln verkauft wird. Beim Energy Sharing erfolgt die Lieferung über das öffentliche Netz und benötigt unter anderem Verträge, Messwerte und Reststromversorgung.

Verwendung

Verwendung

Als bürgernahen Erklärbegriff nutzen und immer mit Netz-, Mess-, Vertrags- und Reststromhinweis absichern.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • informeller Stromhandel
  • Direktleitung ohne Vertrag
  • kostenloser Strom

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Nachbarschaftsstrom meint rechtlich, technisch und bilanziell organisierten lokalen erneuerbaren Strom - nicht formlosen Stromhandel über den Gartenzaun.

Im Bereich Grundbegriff hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Grundbegriff hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Energy Sharing · Energiegemeinschaft · Energiegenossenschaft · Bürgerenergie · Reststrom · Netzentgelt · Smart Meter

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