Grundbegriff

Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn

Nachbarschaftsstrom ist ein alltagsnaher Begriff für lokal oder regional erzeugten erneuerbaren Strom, der von einem benachbarten Erzeuger oder einer lokalen Gemeinschaft bezogen wird.

Grundbegriff

Auf einen Blick

  • Einordnung: Grundbegriff im Bereich Grundbegriff.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Energy Sharing, Energiegemeinschaft, Energiegenossenschaft.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Der Begriff sollte verständlich, aber präzise verwendet werden. Gemeint ist in der Regel rechtlich, technisch und bilanziell organisiertes Energy Sharing oder ein anderes zulässiges dezentrales Versorgungsmodell. Strom vom Nachbarn bedeutet nicht, dass Strom formlos, ohne Vertrag, ohne Messung oder ohne Netzregeln verkauft wird. Beim Energy Sharing erfolgt die Lieferung über das öffentliche Netz und benötigt unter anderem Verträge, Messwerte und Reststromversorgung.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Nachbarschaftsstrom als verständliche Brücke zu Energy Sharing verwenden.

Verwendung

Verwendung

Als bürgernahen Erklärbegriff nutzen und immer mit Netz-, Mess-, Vertrags- und Reststromhinweis absichern.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • informeller Stromhandel
  • Direktleitung ohne Vertrag
  • kostenloser Strom

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Nachbarschaftsstrom / Strom vom Nachbarn“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Quellen und Einordnung

Kategorie: Grundbegriff

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.