Anschlussbegriff

Regulatory Capture

Regulatory Capture beschreibt, wenn Regulierung oder Aufsicht von den Interessen der regulierten Akteure beeinflusst oder vereinnahmt wird.

AnschlussbegriffStand / Version 1.0

Auf einen Blick

  • Regulatory Capture beschreibt, wenn Regulierung oder Aufsicht von den Interessen der regulierten Akteure beeinflusst oder vereinnahmt wird.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Regulatory Capture“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Regulierungsversagen, Rent Seeking, Marktmacht.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Regulatory Capture beschreibt, wenn Regulierung oder Aufsicht von den Interessen der regulierten Akteure beeinflusst oder vereinnahmt wird.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Zentrales Risiko für Wirkungsrat, WÖk-IDs, Benchmarks, Energie, Finanzmärkte und Lieferketten.

Verwendung

Verwendung

Den Begriff „Regulatory Capture“ nutzen wir, wenn eine Aussage, ein Werkzeug, eine Quelle oder eine Entscheidung präzise eingeordnet werden muss: Regulatory Capture beschreibt, wenn Regulierung oder Aufsicht von den Interessen der regulierten Akteure beeinflusst oder vereinnahmt wird.

Als Anschlussbegriff aus dem Bereich Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe ist er kein dekoratives Stichwort. Er soll helfen, die richtige Prüffrage zu stellen: Was verändert sich, für wen, auf welcher Datenbasis und mit welchen Nebenfolgen?

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Regulatory Capture“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
  • Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
  • Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Regulatory Capture“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Regulatory Capture beschreibt, wenn Regulierung oder Aufsicht von den Interessen der regulierten Akteure beeinflusst oder vereinnahmt wird.

Im Bereich Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Regulatory Capture“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Regulatory Capture“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Regulierungsversagen · Rent Seeking · Marktmacht · Wirkungsrat · Thinktank · Policy-Laundering · Lobbyismus · Systemverzerrender Lobbyismus

Version und Quellen

Kategorie: Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe · Version: 1.0

Quelle

Glossar-Architektur Wirkmechanismen

Quelle · Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe

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