WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 19
3. SDGs als Risikokarte statt als Ideologie#
Die Behauptung, die SDGs seien „grüne Ideologie“, unterschlägt ihren systemischen Charakter. Viele SDG-Felder sind schlicht Risikofelder: Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Wasser, Energie, Klima, Infrastruktur, Städte, Konsum, Biodiversität, Frieden und Institutionen. Wenn diese Felder destabilisiert werden, entstehen reale Kosten. Das heißt nicht, dass die SDGs unpolitisch oder wertfrei wären. Sie sind normativ. Aber ihre normative Grundlage ist breit: Sie benennt Mindestbedingungen für ein stabiles Zusammenleben auf einem begrenzten Planeten. Die Auseinandersetzung ist nicht, ob diese Bedingungen relevant sind, sondern wie sie demokratisch, sozial und wirtschaftlich umgesetzt werden.