WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 13 von 29

11. KMU-Tauglichkeit und Lieferantenfairness#

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Eine wirkungsorientierte Einkaufsarchitektur darf kleine und mittlere Unternehmen nicht durch Konzernbürokratie überfordern. Gerade KMU können hohe positive Wirkung erzeugen: lokale Wertschöpfung, direkte Verantwortung, kurze Wege, Spezialisierung und Innovationsnähe. Wenn die Datenanforderungen nur Konzernlogik abbilden, entstehen neue Ungleichheiten. Darum braucht es vereinfachte Scorecards, abgestufte Nachweise, Branchenbenchmarks, gemeinsame Datenräume, Musterklauseln, Beratungsprogramme und faire Übergangsfristen. Wirkungsorientierter Einkauf darf nicht bedeuten, dass kleine Lieferanten aus Listen fallen, weil sie weniger Berichtskapazität haben.

• Proportionalität nach Unternehmensgröße und Risikoprofil.

• Standardisierte Kurzscorecards für KMU.

• Datenkooperation statt Einzelnachweischaos.

• Lieferantenentwicklung als Pflicht großer Abnehmer.

• Keine Verlagerung von Kosten ohne faire Preis- und Transformationslogik.

12. Tool- und Rechnerbezug Für die Website und die Praxis sollte dieser Unterbereich mit einer Tool-Suite verbunden werden. Die Tools sind keine automatischen Vergabeentscheidungen, sondern strukturieren Daten, Risiken, Wirkungspfade und Verbesserungsoptionen. Tool Funktion Status Lieferketten-Wirkungscheck prüft Lieferanten entlang WÖk-ID-Familien, Datenqualität und roten Linien Demo in Vorbereitung Supplier Scorecard Generator erstellt beschaffungsfähige Scorecards aus ESRS/GRI/DPP-Daten

Sourcing-Szenario-Rechner vergleicht Preis, Risiko, Wirkung und Resilienz mehrerer Beschaffungsoptionen

Vorsteuer-/WUStG-Lieferkettenmodul simuliert steuerliche Wirkung positiver und negativer Vorleistungen

Critical Supplier Radar erkennt geopolitische, klimatische und datenbezogene Engpässe