WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 27 von 29
16. Beispiel: CapEx-Entscheidung unter Wirkungslogik#
Ein Unternehmen entscheidet zwischen drei Investitionen: einer günstigen Anlage mit hohem Energieverbrauch, einer teureren effizienten Anlage und einer zirkulären Lösung mit Lieferantenumbau. Klassisch gewinnt oft die günstigste Lösung oder die mit dem besten ROI. Wirkungscontrolling erweitert die Entscheidung.
Die Bewertung berücksichtigt nicht nur Anschaffungskosten, sondern Energiepreisrisiko, CO2-Kosten, Versicherbarkeit, Finanzierungsbedingungen, Lieferkettenresilienz, Produktwirkung, Datenqualität und Transformationswirkung. Dadurch kann eine scheinbar teurere Lösung in der Gesamtwirkung wirtschaftlicher sein.
Das Beispiel zeigt: Wirkungscontrolling ersetzt Finanzlogik nicht, sondern macht ihre blinden Stellen sichtbar.
Option klassischer Blick wirkungsökonomischer Blick Günstige Anlage niedriger CapEx, schneller ROI hohe Energie-/CO2-Risiken, Stranding, negative Scorecard Effiziente Anlage höherer CapEx, mittlerer ROI geringere Betriebskosten, bessere Finanzierung, bessere Wirkung Zirkuläre Lösung komplexer Umbau Transformationswirkung, Lieferantenentwicklung, Marktstandard, T-SROI hoch