WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 17 von 29

15. Fazit#

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Produktentwicklung ist die früheste Stelle, an der Unternehmenswirkung gestaltet werden kann. Was im Design nicht angelegt ist, lässt sich später oft nur teuer korrigieren. Darum sind Produktscorecards und digitale Produktpässe keine Nebeninstrumente, sondern Kerninfrastruktur einer wirkungsorientierten Wirtschaft.

Die Wirkungsökonomie macht aus Produkten lesbare Wirkungsträger. Sie verbindet Daten, Design, Einkauf, Steuer, Preis und Verbraucherinformation so, dass Unternehmen nicht nur berichten, sondern tatsächlich besser entwickeln können. 16. Vertiefung: Apfel, Polyamid und T-Shirt als drei Ebenen Die Produktlogik der Wirkungsökonomie lässt sich an drei Ebenen erklären. Der Apfel ist das einfache Alltagsbeispiel.

Polyamid ist das Konzern- und Produktgruppenbeispiel. Das T-Shirt ist das Lieferketten- und Verbraucherbeispiel.

Zusammen zeigen sie, dass Produktscorecards nicht nur für nachhaltige Nischenprodukte relevant sind, sondern für alle Produktmärkte. Beim Apfel geht es um NACE, Anbau, Wasser, Pestizide, Transport, Arbeit und Biodiversität. Beim Polyamid geht es um Anlagenlogik, Produktgruppen, Verbundproduktion, Emissionen, Wasser, Chemie und Rezyklat. Beim T-Shirt geht es um Baumwolle, Färberei, Arbeitsrechte, Chemie, Ferntransport, Nutzung und Entsorgung.