WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 25 von 29
14. Produktentwicklungsprozess nach Wirkung#
Ein wirkungsorientierter Produktentwicklungsprozess beginnt vor der technischen Spezifikation. Zuerst wird geklärt, welches Bedürfnis das Produkt adressiert, welche Wirkungsrisiken typischerweise mit dieser Produktgruppe verbunden sind und welche roten Linien nicht verletzt werden dürfen.
Danach werden Varianten nicht nur nach Kosten, Funktion und Marktchance bewertet, sondern nach Lebenszykluswirkung, Datenverfügbarkeit, Reparierbarkeit, Kreislauffähigkeit, Lieferkettenwirkung und DPP-Fähigkeit.
So wird Wirkung nicht nachträglich angeklebt, sondern in die Produktarchitektur eingebaut.
Besonders wichtig ist der Gate-Prozess: An bestimmten Entwicklungspunkten darf ein Produkt nur weiterlaufen, wenn kritische Wirkungsdaten vorliegen oder ein belastbarer Plan zur Daten- und Wirkungsverbesserung existiert.
Gate klassische Frage wirkungsökonomische Zusatzfrage Idee Gibt es Marktbedarf? Welches Wirkungsproblem wird gelöst oder erzeugt? Konzept Ist es technisch machbar? Welche roten Linien und Datenpflichten gelten?
Design Welche Variante ist optimal? Welche Variante hat beste Netto-Wirkung? Pilot Funktioniert der Prototyp? Sind Wirkungsdaten prüfbar und DPP-fähig?
Launch Ist Markteinführung möglich? Welche Steuerklasse, Scorecard und Transparenz gelten? Review Wie verkauft es sich? Welche reale Wirkung, Rebounds und Verbesserungen entstehen?