WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 20

Begriffsabgrenzung: Bilanz, Wirkungsbilanz und Wirkungskapital#

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Eine Wirkungsbilanz ist keine zweite gesetzliche Bilanz im engeren Sinn. Sie ist eine Auswertungs- und Steuerungslogik, die Finanzdaten mit Wirkungsdaten verbindet. Sie fragt, welche Vermögenswerte, Prozesse und Kapitalflüsse positive Netto-Wirkung erzeugen, welche nur Scheinleistung darstellen und welche Zukunftskosten auslösen. Wirkungskapital bezeichnet Kapital, das nicht nur Rendite sucht, sondern zur Verstärkung positiver Netto-Wirkung eingesetzt wird. Es kann Eigenkapital, Fremdkapital, öffentliche Mittel, Fördermittel, Wirkungsfonds oder Kund:innenfinanzierung umfassen. Entscheidend ist nicht die Etikettierung, sondern die tatsächliche Verwendung und Rückkopplung. CapEx und Opex werden wirkungsökonomisch neu gelesen. CapEx kann Transformation finanzieren oder alte Pfade verlängern. Opex kann Reparaturaufwand falscher Wirkung sein oder laufende Systempflege leisten. Nicht jede Kostenreduktion ist Effizienz; manche ist verschobener Schaden.

Begriff Wirkungsökonomische Bedeutung Wirkungsbilanz Verbindung finanzieller Werte mit Zustandsveränderungen und Zukunftsrisiken Wirkungskapital Kapital, das positive Netto-Wirkung finanziert und messbar rückgekoppelt wird Transformations-CapEx Investitionen, die Geschäftsmodell, Produkte oder Infrastruktur in Richtung positiver Wirkung verschieben Reparatur-Opex laufende Kosten, die aus früherer negativer Wirkung entstehen Stranded Asset Vermögenswert, dessen Wert durch Wirkungsrisiken, Regulierung oder Systemwandel verfällt