WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 17 von 22

Roadmap für Pilotierung#

PDF-Fassung

Das Apfelmodell kann als Pilot besonders früh eingesetzt werden, weil Lebensmittel alltagsnah sind und die Wirkung sofort verstanden wird. Gleichzeitig ist Grundbedarf sensibel. Eine Pilotierung sollte daher nicht sofort mit Steuerwirkung beginnen, sondern zunächst als Transparenz- und Lernmodell.

Phase eins wäre eine reine Informationsdemo mit freiwilligen Daten. Phase zwei wäre eine Schattenrechnung ohne Steuerwirkung. Phase drei könnte begrenzte steuerliche Wirkung in einem klar abgegrenzten Produktsegment testen. Phase vier wäre die Übertragung auf weitere Lebensmittelgruppen.

Damit wird die Wirkungsumsatzsteuer nicht als Schock eingeführt, sondern als lernfähige Architektur.

Phase Inhalt Ziel

Demo und freiwillige Daten Verständlichkeit und UX testen

Schattenrechnung Methodik und Datenqualität prüfen

begrenzter Pilot mit Steuerkorridor Preis- und Marktreaktionen beobachten

Ausweitung auf Produktgruppen Standardisierung und Skalierung

Evaluation durch Wirkungsrat Korrektur und demokratische Legitimation Quellen und Anschlussdokumente

Natalie Weber: Die neue Ordnung des Wohlstands, Teile V-VIII zu WÖk-IDs, Scorecards, WUStG, DPP, Produkten und Märkten.

Natalie Weber: WP_Produkte - Produktbesteuerung durch Wirkung.

Natalie Weber: Beispiel Apfel Wirkungssteuer Bonusregel.

Natalie Weber: Technische Leitlinien zum Wirkungssteuergesetz (WUStG) - Extended v2.

Natalie Weber: Wirkungsökonomie in der Lieferkette.

Natalie Weber: Beispiel-Konzern - Von der CSRD zur Produktscorecard am Beispiel BASF Polyamid.

Natalie Weber: Führender Begriffsleitfaden der Wirkungsökonomie v1.0.

Europäische Kommission: Corporate Sustainability Reporting / CSRD und ESRS.

Europäische Kommission: Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) und Digital Product Passport.

Europäische Kommission: Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD).

Europäische Kommission: Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM).

Vertiefung: Varianten des Apfelbeispiels und warum Herkunft allein nicht reicht Für die öffentliche Kommunikation ist es verführerisch, das Apfelbeispiel auf „regional gut, importiert schlecht“ zu verkürzen. Genau diese Verkürzung wäre aber nicht wirkungsökonomisch. Die WÖk will keine Herkunftsmoral erzeugen, sondern Wirkungswahrheit. Darum muss das Beispiel mehrere Varianten zulassen: regional frisch, regional lange gelagert, regional konventionell, regional biologisch, Import aus wasserstressarmer Region, Import aus Wasserstressregion, Import per Schiff, Import per Luftfracht, Mehrweg- oder Einwegverpackung.

Diese Varianten zeigen, dass Wirkung relational ist. Ein regionaler Apfel aus energieintensiver Lagerung kann in der Klimabilanz schlechter sein als ein saisonal importierter Apfel aus effizienter Logistik. Ein importierter Apfel aus einer trockenen Region kann trotz guter Klimawerte im Wasserfeld kritisch sein. Ein Bio-Apfel kann durch Verpackung oder Food Loss neutralisiert werden, ohne dass sein Anbau dadurch schlecht wäre. Deshalb braucht es ein Scorecard-Modell, das mehrere Wirkungsfelder getrennt sichtbar macht.

Variante Zentraler Prüfpunkt Warum relevant? Regional frisch / saisonal Transport kurz, Lagerung gering Kann klimatisch stark sein, aber Arbeit und Pestizide bleiben prüfpflichtig. Regional lange gelagert Kühlenergie, Verluste, Strommix Regionalität allein garantiert keine positive Wirkung.