WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 20 von 22

Vertiefung: Datenqualitätsstufen und Fairness für kleine Betriebe#

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Das Apfelbeispiel darf kleine Erzeuger:innen nicht mit denselben Datenanforderungen belasten wie große Handelsketten.

Gleichzeitig darf eine vereinfachte Datenerhebung kein Einfallstor für Wirkungssimulation werden. Deshalb braucht das Modell Datenqualitätsstufen. Die einfachste Stufe nutzt anerkannte Standardwerte und Zertifikate. Die mittlere Stufe ergänzt betriebliche Daten. Die höchste Stufe nutzt auditierte Produkt- und Chargendaten, Produktpassinformationen und unabhängige Stichproben. Stufe Datenbasis Einsatz DQ1 - Standardprofil Regionale Durchschnittswerte, anerkannte Zertifikate, einfache Eigenerklärung Kleine Betriebe, Pilotphase, niedriger Verwaltungsaufwand. DQ2 - Betriebsprofil Betriebsdaten zu Wasser, Energie, Pestiziden, Arbeit, Verpackung Professionelle Erzeuger, Packhäuser, Großhandel. DQ3 - Produkt-/Chargenprofil DPP, LCA/EPD, auditierte Lieferketten- und Chargendaten Große Händler, Exportketten, komplexe Lieferketten. DQ4 - Prüfprofil Externe Assurance, Stichproben, Satelliten-/GIS-Abgleich, Laborwerte Hohe Wirkungsklassen, Streitfälle, rote Linien.

Politisch ist entscheidend, dass Fördermittel nicht nur für neue Technik, sondern auch für Datenfähigkeit bereitstehen. Wenn Wirkung steuerlich relevant wird, wird Datenkompetenz Teil der wirtschaftlichen Teilhabe. Gerade kleine Betriebe müssen dabei unterstützt werden.