WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 11 von 19
Datenqualität und Assurance#
Wirkungsdaten sind nur so gut wie ihre Herkunft, Prüfbarkeit und Aktualität. Die WÖk-ID muss daher immer eine Datenqualitätsstufe enthalten. Diese Stufe entscheidet nicht allein über den Score, aber sie bestimmt, wie belastbar der Score ist und welche Prüfpflichten folgen.
Datenqualität darf nicht zur Bestrafung kleiner Akteure führen. Wo Primärdaten fehlen, können Sekundärdaten, Branchenwerte oder konservative Proxywerte genutzt werden. Wichtig ist, dass Nicht- Berichterstattung nicht belohnt wird. Fehlende Daten müssen transparent und vorsichtig behandelt werden, ohne jede Innovation durch Bürokratie zu ersticken.
Qualitätsstufe Beschreibung Umgang Q1 geprüfte Primärdaten aus auditierter Quelle voll nutzbar Q2 plausibilisierte Primärdaten ohne volle Assurance nutzbar mit Transparenzhinweis Q3 Sekundärdaten, EPD, LCA, Branchenbenchmark nutzbar für Übergang und KMU Q4 Proxywert oder konservativer Default nur vorläufig, Revisionspflicht Q5 keine ausreichende Datenbasis neutral oder konservativ einstufen; keine Vorteilserzeugung durch Datenlücke