WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 7 von 13

Wirkungsbudgetierung in der Praxis#

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Die Wirkungsbudgetierung kann schrittweise eingeführt werden. Sie beginnt nicht mit dem gesamten Haushalt, sondern mit Pilotfeldern, in denen Daten vorhanden sind und politische Wirkung besonders relevant ist: Gebäudesanierung, Bildung, Prävention, Pflege, Klimaresilienz, Digitalisierung, Medienqualität, kommunale Infrastruktur.

Schritt Beschreibung Beispiel 1. Ziel klären Welcher Zustand soll verbessert werden? weniger Energiearmut, bessere Bildungschancen 2. Indikatoren wählen Welche WÖk-IDs oder öffentlichen Indikatoren passen? Wohnkostenlast, Energieverbrauch, Lernentwicklung 3. Wirkungspfad formulieren Wie führt Geld zu Wirkung? Förderung -> Sanierung -> geringere Warmmiete 4. Risiken markieren Welche Nebenwirkungen sind möglich? Verdrängung, Bürokratie, Fehlanreiz 5. Evaluation planen Wann und wie wird korrigiert? jährlicher Wirkungsbericht, dreijährige Revision Kommunale Wirkungshaushalte Kommunen sind entscheidend, weil viele Wirkungen lokal entstehen: Wohnen, Mobilität, Hitze, Bildung, Pflege, Kultur, Gesundheit, Sicherheit, digitale Teilhabe und Gemeinwesen. Ein kommunaler Wirkungshaushalt macht sichtbar, ob Ausgaben nur Ressortziele bedienen oder lokale Lebensräume stabilisieren.

Der kommunale Wirkungshaushalt ist besonders anschlussfähig, weil er nicht zuerst große Bundesreformen braucht.

Modellkommunen können mit bestehenden Daten und Beteiligungsformaten beginnen. Wichtig ist, dass die Wirkung nicht nur verwaltungsintern berechnet wird. Bürger:innen, lokale Wirtschaft, Schulen, Gesundheitsträger, Vereine und Wissenschaft müssen Rückmeldung geben können.