WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 1 von 5
Kernthese#
Gesundes, barrierefreies und resilientes Wohnen ist ein eigenständiger Unterbereich des Wirkungsfeldes Wohnen & Stadt. Das Detailkonzept beschreibt die systemische Grundlogik: welche alte Steuerung versagt, welche Zustände verändert werden müssen und welche politischen sowie operativen Gestaltungsmöglichkeiten bestehen.
Wirkungslogik Wohnqualität als Gesundheits-, Pflege- und Klimaanpassungsfaktor.
1. Alte Logik und Wirkungsdefizit Die alte Logik behandelt diesen Bereich überwiegend über Kapital, Eigentum, Kosten, Zuständigkeit oder formale Regulierung. Dadurch bleiben zentrale Wirkungen unsichtbar: Belastung, Gesundheit, Verdrängung, Klimafolgen, Quartiersstabilität, Vertrauen, Pflegefähigkeit und soziale Bindung.
2. Wirkungsökonomischer Perspektivwechsel • Wirkung wird als Zustandsveränderung verstanden, nicht als Absicht oder Image.
• Bewertet wird am Referenzrahmen SDGs, Agenda 2030 und SDG+ sowie an Mensch, Planet und Demokratie.
• Kapital bleibt Werkzeug, wird aber an Wohnwirkung rückgekoppelt.
• Negative Wirkungen dürfen nicht durch positive Einzelwerte beliebig kompensiert werden.
• Das Konzept dient nicht der Bewertung von Menschen, sondern der Bewertung von Strukturen, Gebäuden, Finanzierungslogiken, Regeln und Angeboten.
3. Systemelemente Element Funktion Beispiel Indikatoren Zustände sichtbar machen Mietbelastung, Endenergie, Schimmel, Barrierefreiheit Scorecards Indikatoren vergleichbar machen Skala –3 bis +3 WIX-Wohn Teilwirkungen bündeln Klima/Energie, Miete, Sozialraum