WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 24 von 29

Prüffragen für SDG+-Anwendungen#

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Eine SDG+-Anwendung sollte mit klaren Prüffragen arbeiten. Demokratie: Können Betroffene mitwirken, widersprechen und Korrektur einfordern? Medienqualität: Sind Quellen, Verantwortlichkeiten und Korrekturwege erkennbar? Rechtsstaatlichkeit: Gibt es verlässliche Regeln, Beschwerdewege und Schutz vor Willkür? Diskursfähigkeit: Fördert die Struktur faktenbasierte Konfliktbearbeitung oder Eskalation?

Institutionelles Vertrauen: Werden Verfahren nachvollziehbar, überprüfbar und lernfähig gestaltet?

Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Werden Zugehörigkeit, Fairness, Sicherheit und Teilhabe gestärkt oder geschwächt? Digitale Selbstbestimmung: Haben Menschen Kontrolle über Daten, algorithmische Einordnung, Empfehlungen und digitale Zugänge?

Zu jeder Prüffrage gehört eine Datenfrage. Welche Quelle kann die Aussage stützen? Ist sie amtlich, wissenschaftlich, journalistisch, zivilgesellschaftlich, unternehmensintern oder modelliert? Welche Vertrauensstufe hat sie? Welche Daten dürfen aus Gründen des Datenschutzes nicht genutzt werden?

Welche qualitativen Hinweise ergänzen die Zahlen?

Das Dossier hält fest: SDG+ ist keine Abkürzung zur fertigen Bewertung. Es ist eine strukturierte Methode, um demokratische, mediale, rechtsstaatliche, soziale und digitale Wirkungsbedingungen sichtbar und verhandelbar zu machen.