WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 11 von 13
9. Beispiel 6: ESG-Rating vs. WÖk-Scorecard#
Ein Unternehmen erhält ein gutes ESG-Rating, weil Governance, Berichtssysteme und relative Branchenwerte solide sind. Gleichzeitig kann ein Produktportfolio negative externe Wirkung erzeugen. Die WÖk löst diesen Widerspruch, indem sie Unternehmens-, Produkt-, Lieferketten- und Systemwirkung getrennt sichtbar macht und nicht durch Durchschnittswerte schöngerechnet werden lässt.
10. Prüf- und Maßnahmenliste
Welche Banken fragen bereits ESG-/Klimadaten ab?
Welche Versicherungen fordern Klimarisiko-, Standort- oder Präventionsdaten?
Welche Großkunden verlangen Lieferantendaten?
Welche Rating- oder Plattformdaten liegen vor?
Welche Daten sind gemessen, geschätzt oder ungeprüft?
Welche roten Linien bestehen in Lieferkette, Menschenrechten, Umwelt, Governance oder Daten?
Welche Maßnahmen verbessern nicht nur Reporting, sondern reale Wirkung?
11. Mini-Tool: Finanzmarkt-Wirkungscheck Frage Punkte 0-5 Interpretation Sind Energie- und Emissionsdaten belastbar?
0 keine Daten, 5 geprüft Grundlage für Banken, Versicherungen und Produktwirkung Gibt es einen Transformationsplan mit Budget?
0 nein, 5 ja mit Meilensteinen Kapital- und Kreditsignal Sind Lieferkettenrisiken bekannt? 0 nein, 5 risikobasiert erfasst Beschaffungs- und Kundenfähigkeit Gibt es WÖk-ID- oder Scorecard-Mapping? 0 nein, 5 vollständig pilotiert Wirkungsökonomische Datenreife Sind Automatisierungsfolgen eingeordnet? 0 nein, 5 sozial und produktiv integriert Anschluss an Arbeit/Einkommen