WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 7 von 25

5. Gute Vermietung, schlechte Vermietungswirkung#

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Gute Vermietung ist eine Form von Wirkleistung. Sie schafft stabile Wohnverhältnisse, senkt reale Wohnkosten, erhält Gebäude, schützt Gesundheit, ermöglicht Teilhabe und reduziert Zukunftsrisiken. Sie kann und soll wirtschaftlich tragfähig sein. Schlechte Vermietungswirkung entsteht, wenn Rendite aus negativen Zustandsveränderungen erzielt wird: aus unterlassener Instandhaltung, hohen Nebenkosten, spekulativem Leerstand, intransparenten Umlagen, Verdrängung, Zweckentfremdung, Luxusmodernisierung ohne sozialen Schutz oder Vernachlässigung energetischer Zukunftsfähigkeit. Diese Unterscheidung ist für die politische Anschlussfähigkeit entscheidend: Die WÖk braucht keine Vermieterfeindlichkeit. Sie braucht eine klare Differenzierung zwischen verantwortlicher Vermietung und spekulativer Wirkung. Feld Positive Vermietungswirkung Negative Vermietungswirkung Bezahlbarkeit Warmmietenlast stabil/sinkend, transparente Nebenkosten existenzielle Mietbelastung, Verdrängung, Nebenkostenblindheit Sanierung Energie, Gesundheit und Miete gemeinsam geplant Luxusmodernisierung oder Kaltmietensprung trotz Nebenkostensenkung Instandhaltung frühe Mängelbeseitigung, Schimmelschutz, sichere Anlagen Reparaturstau, Gesundheitsrisiken, Verwahrlosung Quartier soziale Mischung, Begegnung, Pflegefähigkeit, Infrastruktur Entmischung, Isolation, Entwurzelung Governance klare Eigentumsstruktur, Beteiligung, Kostenklarheit verschachtelte Gesellschaften, Intransparenz, aggressive Umlage Nutzung Wohnraum wird genutzt, saniert oder aktiviert Leerstand, Zweckentfremdung, Abriss ohne Ausgleich