WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 1 von 7

Executive Summary#

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Wohnen ist wirkungsökonomisch nicht nur Markt, Immobilie oder Renditeobjekt. Wohnen ist die räumliche Grundlage von Sicherheit, Gesundheit, Zugehörigkeit, Teilhabe und demokratischem Vertrauen. Ein Wohnungsmarkt, der nur nach Kapital, Bodenwert und Rendite gesteuert wird, kann diese Wirkung nicht zuverlässig erzeugen.

Das Konzept „Wohnen & Stadt“ übersetzt die Wirkungsökonomie in ein Portal- und Steuerungsmodell: Wohnraum wird nach seiner positiven Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie betrachtet. Entscheidend sind Bezahlbarkeit, Warmmiete, Energieverbrauch, Sanierungswirkung, Barrierefreiheit, Verdrängungsrisiko, Quartiersqualität, Eigentumsverantwortung, Bodenpolitik und kommunale Resilienz.

Leitthese Der Wohnungsmarkt ist kein reines Mengenproblem. Mehr Wohnungen lösen wenig, wenn Mieten, Energie, Gesundheit, Quartier, Eigentumslogik und Bodenwirkung weiter falsch ausgerichtet bleiben.

1. Warum Wohnen ein Wirkungsfeld ist • Mensch: Wohnen beeinflusst Sicherheit, Stress, Gesundheit, Familienleben, Pflegefähigkeit, Lernbedingungen und Selbstwirksamkeit. • Planet: Gebäude prägen Energiebedarf, Emissionen, Flächenverbrauch, Materialien, Wasser, Hitze, Biodiversität und Kreislauffähigkeit. • Demokratie: Bezahlbarkeit, Verdrängung, Nachbarschaft, Teilhabe und Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit wirken auf gesellschaftliche Stabilität. 2. Alte Logik: Wohnraum als Kapitalanlage Die alte Logik behandelt Wohnraum primär als handelbares Gut. Wert entsteht durch Lage, Knappheit, Rendite, Bodenpreis, Mieterhöhungspotenzial und Finanzierungslogik. Wirkung bleibt dagegen nachrangig: ob Menschen sich ihr Zuhause leisten können, ob Gebäude gesund sind, ob Sanierungen warmmietenneutral gelingen oder ob Quartiere stabil bleiben.