WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 19

4. Was die SDGs leisten - und was nicht#

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Die SDGs leisten drei Dinge: Sie benennen Schutzgüter, sie strukturieren Vergleichbarkeit und sie schaffen eine gemeinsame Sprache. Sie verbinden Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, Wasser, Energie, Arbeit, Infrastruktur, Ungleichheit, Städte, Konsum, Klima, Meere, Biodiversität, Frieden, Institutionen und Partnerschaften.

Sie leisten aber nicht, was eine Wirkungsökonomie leisten muss: Sie koppeln Wirkungen nicht automatisch an Preise, Steuern, Kapitalzugang, Beschaffung oder öffentliche Haushalte zurück. Sie können als Symbol verwendet werden, ohne dass Geschäftsmodelle, Politikmaßnahmen oder Finanzierungslogiken sich ändern. Deshalb reicht SDG-Reporting nicht aus. Die Wirkungsökonomie geht deshalb einen Schritt weiter: Sie fragt nicht nur, ob ein Ziel erwähnt wird, sondern ob eine messbare Zustandsveränderung entsteht und wie diese Veränderung in die Entscheidungssysteme zurückfließt.