Systemmodell der Wirkungsökonomi… · Onlinefassung · Abschnitt 40 von 57

Ebene 2: Institutionen & Regeln#

PDF-Fassung

2.2.5 – WUStG – Produktwirkungssteuer

Gute Produkte werden günstiger, schädliche teurer. Alle externen Kosten internalisiert.

Wirkungsmessung für CO₂, Wasser, Land, Biodiversität, Soziales, Demokratie, Gesundheit; via Digitalem Produktpass. Keine Steuertricks möglich.

Das WUStG ist das zentrale Marktsteuerungsinstrument der Wirkungsökonomie.

Es ersetzt heutige Steuern und Subventionen durch Wirkungspreise, die nicht manipulierbar sind.

Gute Produkte werden günstiger, weil sie planetar, sozial und demokratisch stabilisieren.

Schädliche Produkte werden teuer, weil sie reale Schäden verursachen, die bisher externalisiert wurden. Die Steuer berücksichtigt u. a.:

CO₂

Wasserverbrauch

Landnutzung

Biodiversität

soziale Wirkung

demokratische Wirkung

Gesundheitswirkung Der digitale Produktpass (DPP) liefert alle Daten.

Steuersparmodelle, OYshore-Konstrukte oder Bilanztricks funktionieren nicht - Wirkung ist physikalisch und systemisch. Damit entsteht ein Markt, der nicht Verzerrung belohnt, sondern Wahrheit.

2.2.6 – Wirkungskammern (analog IHK)

Neue wirtschaftliche Aufsichtsebene: auditieren Unternehmenswirkung, beraten, lösen Konflikte, überwachen Transformation, koordinieren Branchenziele inkl.

migrationsbezogener Arbeitsmarktintegration.

Die Wirkungskammern ersetzen die IHK-Logik durch eine wirkungsorientierte Aufsichtsebene. Sie sind öYentlich-rechtliche Institutionen und erfüllen folgende Aufgaben:

Wirkungsaudits von Unternehmen

Beratung bei Transformation, Innovation, KI/Robotik-Umstellung

Konfliktprüfung, wenn Wirkung, Lieferketten oder Preise strittig sind

Überwachung der Branchen-Transformation (z. B. Textil, Bau, Energie)

Koordinierung von Branchenwirkungszielen, abgestimmt mit WUStG / CSDDD

Integration von Migration & Qualifikationsentwicklung in Fachkräftepolitik Wirkungskammern schaYen eine faire, transparente Marktlandschaft – jenseits von Lobbyismus und Einzeldruck. 2.2.7 – Lieferketten-Regime (CSDDD++)

Pflichten: vollständige Transparenz, planetare/soziale/demokratische Wirkung, AI- Risikoanalytik, Sanktionen, Verbot schädlicher Lieferketten, Prävention statt Schadensausgleich.

CSDDD++ ist die wirkungsökonomische Weiterentwicklung der EU- Lieferkettenrichtlinie. Es verpflichtet Unternehmen zu:

vollständiger Transparenz in der gesamten Supply Chain

Messung planetarer, sozialer & demokratischer Wirkungen

KI-gestützter Risikoanalytik (z. B. Kinderarbeit, Landgrabbing, Autokratie- Risiken)

Sanktionen bei falschen Angaben oder Verschleierung

Verbot hochschädlicher Lieferketten, z. B. fossile Extraktion, Zwangsarbeit

Pflicht zur Prävention statt nachträglicher „Wiedergutmachung“

Lieferketten werden damit zu einem globalen Stabilitätsfaktor, nicht zu einem Risiko.

2.2.8 – Wettbewerb & Marktordnung 2.0 (FINAL)

Verbot destruktiver Preissetzung; Anti-Monopolrecht für Plattformen; oYene Algorithmen; regenerative Wettbewerbsvorteile; wirkungsorientierte Ausschreibungen; Mittelstandsschutz; Schutz vor globalem Dumping autoritärer Staaten.

Extended (mit Lückenergänzung): Die Marktordnung 2.0 stellt Wettbewerb wieder her, indem sie Machtkonzentration abbaut und regenerative Marktlogiken verankert.

Zentrale Elemente: 1. Verbot destruktiver Preissetzung Dumpingpreise, Fast-Fashion-Modelle und künstlich billige Produkte, die nur durch Ausbeutung oder Umweltzerstörung möglich sind, werden untersagt.

2. Anti-Monopolrecht für Plattformen Digitale Gatekeeper werden entmachtet: Marktanteile, Datenmacht und algorithmische Kontrolle dürfen nicht konzentriert werden.

3. Ooene Algorithmen bei Marktdominanz Plattformen müssen Priorisierungslogiken oYenlegen und auditieren lassen.

4. Regenerative Wettbewerbsvorteile Unternehmen mit hoher Wirkung (zirkulär, fair, klimastabil) erhalten strukturelle Vorteile wie geringere Kapitalaufschläge oder bevorzugten Marktzugang.

5. Wirkungsorientierte Ausschreibungen ÖYentliche BeschaYung erfolgt nicht nach Preis, sondern nach Wirkung.

6. Mittelstandsschutz KMU als Rückgrat von Innovation, Resilienz und lokaler Wertschöpfung werden aktiv gestärkt. 7. Schutz vor globalem Dumping autoritärer Staaten Importe, die nur durch Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung, Subventionsexzesse, Überwachungstechnologien oder ökologische Zerstörung billig sind, werden wirkungsbasiert bepreist oder eingeschränkt.

Damit wird verhindert, dass Demokratien durch unfaire, autoritäre Marktstrategien destabilisiert werden. 2.2.9 – Regulatorik für KI, Robotik & Automatisierung

KI auditierbar; keine Black-Box-Entscheidungen; Roboterrechte & Sicherheit; soziale Kompensation (Automatisierungsdividende); algorithmische Fairness; KI-Haftung.

Die Wirtschaft darf KI und Robotik nur einsetzen, wenn Verantwortung gesichert ist:

Auditierbarkeit: Modelle müssen nachvollziehbar und erklärbar sein

Black-Box-Verbot: keine intransparenten Entscheidungen in kritischen Bereichen

Roboterrechte & Sicherheitsnormen: physische Interaktion muss sicher sein

Schutz vor Arbeitsplatzvernichtung: Produktivitätsgewinne fließen in die Wirkungsdividende

Algorithmische Fairness: keine Diskriminierung durch Modelle

Haftung: Unternehmen tragen Verantwortung für Schäden durch KI Automatisierung wird damit nicht Bedrohung, sondern gesellschaftliche Chance.

2. Wirtschaft: