Wirkungsraeume gestalten Dossier… · Onlinefassung · Abschnitt 47 von 95

26. Vor dem Format: Wirkungsbriefing#

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Die wichtigste Frage vor einem Format lautet nicht: Was will ich sagen? Sondern: Welchen Wirkungsraum öffne ich? Ein Wirkungsbriefing dauert im Alltag nicht lange, verändert aber die Qualität des Formats. Es zwingt zur Klärung von Ziel, Risiko, Quellen, Beteiligten und Schutzbedarf.

1. Thema und Wirkungsraum bestimmen: Welche Zustände könnten durch das Format beeinflusst werden? 2. Wirkungsempfänger benennen: Wer ist direkt anwesend, wer wird indirekt betroffen?

3. Hochrisiko prüfen: Betrifft das Thema Gesundheit, Minderjährige, Demokratie, Krieg, Finanzen, Gewalt, Minderheiten oder psychische Krisen? 4. Quellenlage klären: Was ist belegt, was ist unsicher, was ist Meinung, was ist Prognose?

5. Gästeauswahl begründen: Welche Perspektiven, Fachlichkeit, Betroffenheit und Verantwortung werden gebraucht? 6. Moderationsregeln festlegen: Redezeit, Quellenstandard, Umgang mit Angriffen, Interventionen, Grenzen. 7. Plattformpfad prüfen: Welche Clips, Titel, Thumbnails oder Kommentare könnten sekundäre Wirkung erzeugen? 8. Korrekturweg definieren: Wie wird später korrigiert, ergänzt oder eingeordnet?