WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 17
4. Grundregeln für künftigen Content#
1. Wirkung nicht automatisch positiv verwenden. Wirkung ist zunächst neutral. Sie beschreibt Zustandsveränderung. 2. Bei positiver Bewertung immer den Referenzrahmen benennen. Positiv ist, was auf SDGs, Agenda 2030 und SDG+ einzahlt. 3. Nicht „Wirkung“ sagen, wenn „positive Netto-Wirkung“ gemeint ist. Für Zielgrößen der WÖk ist meist positive Netto-Wirkung gemeint. 4. Wirkungspotenzial nicht mit Wirkung verwechseln. Wirkungspotenzial ist die Möglichkeit, dass Wirkung eintreten kann. Es ist noch keine eingetretene Wirkung.
5. Bei Sprache, Medien und Narrativen vorsichtig sein. Dort geht es meist um Wirkungspotenziale, Resonanzräume, Wirkpfade und Risiken - nicht um bereits empirisch nachgewiesene Wirkung.
6. Wirkstoff nur als Analogie verwenden. Ein Wirkstoff ist nicht selbst Wirkung. Er ist ein Auslöser mit Wirkungspotenzial. 7. Netto-Wirkung nie als einfache Addition verstehen. Schwere negative Wirkungen dürfen nicht beliebig durch positive Wirkungen kompensiert werden.
8. Wirkungsgrenzen beachten. Menschenwürde, Kinderrechte, ökologische Lebensgrundlagen, Tiere,
Biodiversität, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Stabilität sind nicht beliebig verrechenbar.
9. Wirkungswahrheit nicht als Wahrheitsmonopol formulieren. Der Begriff beschreibt Wirkungsnähe, Datenklarheit und Transparenz über Folgen - keine absolute Wahrheitshoheit.
10. Wenige WÖk-Prägungsbegriffe konsequent verwenden. Keine Begriffsflut. Präzision vor Neologismen.