Von der Wissensgesellschaft zur … · Onlinefassung · Abschnitt 8 von 22
5. Wirkung sauber definieren: Zustand, Potenzial, Risiko, Netto-Wirkung#
Für die Wirkungsökonomie ist besonders die Unterscheidung zwischen 5. und 6. Kondratieff wichtig. Der 5.
Kondratieff steht für Digitalisierung, Informationstechnologie, Kommunikation, Globalisierung, Effizienz, Daten und vernetzte Wissenssysteme. Er gehört zur Wissensgesellschaft.
Der 6. Kondratieff steht für die nächste Entwicklungswelle: Nachhaltigkeit, Resilienz, Gesundheit, Kreislaufwirtschaft, neue Energiesysteme, KI, Automatisierung, soziale Innovation, demokratische Stabilität und Wirkungsdaten. Er gehört zur Wirkungsgesellschaft.
Korrektur der Visualisierungslogik Wir sind nicht in einer „fünften Stufe Wirkungsgesellschaft“. Die Wirkungsgesellschaft ist Ausdruck des 6. Kondratieff:
der Übergang von Digitalisierung und Wissen zu Nachhaltigkeit, Resilienz, Gesundheit und positiver Netto-Wirkung.
Die entscheidende Schwelle liegt zwischen dem fünften und sechsten Kondratieff. Der fünfte Kondratieff fragt: Wie digitalisieren, vernetzen und optimieren wir? Der sechste fragt: Wie erzeugen wir Wohlstand, ohne die Voraussetzungen von Wohlstand zu zerstören?
Oder noch einfacher: Der fünfte Kondratieff baut Sensoren, Plattformen, Datenräume und Rechenleistung. Der sechste Kondratieff entscheidet, welche Zustände damit verbessert werden und wie das System lernt, wenn es das Falsche belohnt. Entwicklungswelle Leitlogik Typische Instrumente Wirkungsökonomische Lesart 5. Kondratieff Digitalisierung, Wissen, Effizienz, Vernetzung IT, Plattformen, Datenbanken, KI, Prozessoptimierung, Reporting Die Wissensgesellschaft wird möglich: Wirkung wird sichtbarer. Schwelle Wissen reicht nicht mehr Labels, Zertifikate, Ratings, Scores, Berichte, Faktenchecks Sichtbarkeit entsteht, aber Rückkopplung fehlt oft noch. 6. Kondratieff Nachhaltigkeit, Resilienz, Gesundheit, Wirkung Wirkungsdaten, Produktpässe, Scorecards, WÖk-IDs, Wirkungssteuern, Wirkungshaushalte, Wirkungsrat Die Wirkungsgesellschaft entsteht: Wirkung verändert Anreize und Entscheidungen. 5. Wirkung sauber definieren: Zustand, Potenzial, Risiko, Netto-Wirkung Damit die Wirkungsgesellschaft nicht zu einem weichen Schlagwort wird, braucht sie eine klare Sprache.
Wirkung bedeutet in der Wirkungsökonomie nicht automatisch „etwas Gutes“. Wirkung ist zunächst neutral.
Wirkung ist die tatsächliche Veränderung von Zuständen. Ein Zustand kann Gesundheit sein, Bildung, Vertrauen, Wasserqualität, Wohnsicherheit, Arbeitsqualität, Biodiversität, psychische Stabilität, Medienqualität, Rechtsstaatlichkeit, demokratische Stabilität oder Lebensqualität.
Eine Wirkung kann positiv, negativ oder neutral sein. Positiv ist sie in der Wirkungsökonomie, wenn sie auf die SDGs, die Agenda 2030 und SDG+ einzahlt. SDG+ ergänzt die UN-Nachhaltigkeitsziele um Demokratiequalität, Medienqualität, Rechtsstaatlichkeit, Diskursfähigkeit, institutionelles Vertrauen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und digitale Selbstbestimmung.