Was passiert nach einer Einreichung?
Eine Einreichung landet nicht automatisch auf der Website. Sie wird redaktionell als Hinweis behandelt. Zuerst wird geprüft, ob es sich um eine konkrete Aussage, ein wiederkehrendes Narrativ, einen Frame, ein Schlagwort oder nur um einen Einzelfall ohne größere Wirkung handelt.
Wird alles veröffentlicht?
Nein. Der Debatten-Kompass sammelt keine problematischen Originalzitate um ihrer selbst willen. Wenn eine Veröffentlichung den Frame stärker verbreiten würde als die Einordnung Nutzen stiftet, bleibt die Aussage intern oder wird mit einer bestehenden Seite zusammengeführt.
Warum manche Narrative nicht veröffentlicht werden
Nicht veröffentlicht werden Einreichungen ohne erkennbare Relevanz, ohne prüfbaren Wirkpfad, mit hohem Risiko der Menschenabwertung oder mit sehr ähnlicher bestehender Debattenkarte. Rohzitate, Screenshots und toxische Formulierungen werden besonders zurückhaltend behandelt.
Wie Framing-Verstärkung vermieden wird
Eine neue Seite entsteht nur, wenn Aufklärung klarer ist als Wiederholung. Deshalb steht nicht der problematische Satz als Spektakel im Zentrum, sondern die Einordnung: Was stimmt, was fehlt, welcher Wirkpfad entsteht, welche bessere Frage hilft und wie kann man antworten, ohne den Frame zu übernehmen?
Faktencheck und Folgencheck
Ein Faktencheck fragt, ob eine Aussage stimmt. Der Folgencheck fragt zusätzlich: Was macht diese Aussage mit Wahrnehmung, Verantwortung, Handlung und demokratischer Entscheidung? Wirkungsökonomisch zählt beides: Faktenkern und Wirkpfad.
Wann eine Debatten-Kompass-Seite entsteht
Eine Seite entsteht, wenn die Aussage relevant, verbreitet oder wirkungsstark genug ist, sich von bestehenden Karten unterscheidet, eine belastbare Quellenlage hat und eine faire, klare Reaktion ableitbar ist. Bewertet wird nach Mensch, Planet und Demokratie.