Anschlussbegriff
Daseinsvorsorge
Daseinsvorsorge bezeichnet die öffentliche Sicherung grundlegender Lebensfunktionen: Wohnen, Wasser, Energie, Mobilität, Gesundheit, Pflege, Bildung, Sicherheit, digitale Infrastruktur und kulturelle Teilhabe.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungshaushalt, Skandinavisches Modell / Nordic Model, Wohlfahrtsstaat.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk ist Daseinsvorsorge Wirkungsinfrastruktur. Sie schafft Handlungsmöglichkeiten, Resilienz und Vertrauen. Sie darf nicht nur als Kostenblock betrachtet werden, sondern als Voraussetzung positiver Netto-Wirkung.
Verwendung
Verwendung
„Daseinsvorsorge“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Daseinsvorsorge bedeutet nicht zwingend staatliche Alleinproduktion. Entscheidend ist, dass Grundfunktionen zuverlässig, fair, resilient und demokratisch kontrolliert gesichert werden.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Daseinsvorsorge“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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