Anschlussbegriff
Feindbild
Ein Feindbild rahmt Menschen oder Gruppen als Bedrohung, Ursache oder moralisch minderwertige Gegenseite.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Sprache, Wirklichkeit und Kommunikation.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Sündenbockmechanismus, Polarisierung, Demokratiefeindlichkeit.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Ein Feindbild reduziert komplexe Ursachen auf eine abgewertete Gegengruppe und kann Empathie, Kompromissfähigkeit und demokratische Gesprächsfähigkeit schwächen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Feindbilder sind hohe Wirkungsrisiken für Mensch, Demokratie, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Verwendung
Verwendung
Als Analysebegriff für abwertende Deutungsmuster verwenden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Feindbild“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Feindbild“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise