Schutzbegriff
Personenbewertung
Personenbewertung ordnet einzelne Menschen nach Verhalten, Merkmalen, Ansichten oder vermuteter Konformität ein. Sie ist kein Instrument der Wirkungsökonomie.
Auf einen Blick
- Einordnung: Schutzbegriff im Bereich Schutzbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Social Credit, Wirkungspunkte, Wirkungslenkung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Personenbewertung ist die Bewertung, Rangordnung oder Zuordnung einzelner Menschen anhand von Verhalten, persönlichen Merkmalen, Ansichten, Beziehungen oder vermuteter Loyalität. Sie wird besonders problematisch, wenn daraus automatisierte Nachteile, Zugangshürden, Überwachung oder soziale Sanktionen folgen. Die Wirkungsökonomie verwendet keine Personen-, Gesinnungs- oder Verhaltensscores. Ihr Gegenstand sind überprüfbare Wirkungen und Risiken von Produkten, Tätigkeiten, Organisationen, Programmen, Regeln, Haushalten und Kapitalflüssen. Grundrechte, Datenschutz, Verhältnismäßigkeit, Rechtsschutz und demokratische Kontrolle begrenzen jede daten- oder regelgestützte Entscheidung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk ist weder ein Social-Credit-System noch eine moralische Rangliste. Wirkungsbewertung kann Folgen von Handlungen und Strukturen prüfen, aber niemals den Wert, die Würde oder die politische Haltung einer Person bewerten.
Verwendung
Verwendung
Bei Modellen zu Punkten, Boni, Konsum, Einkommen, Medien oder Datenräumen stets klarstellen, dass nur Produkte, Transaktionen, Regeln oder aggregierte Systemzustände geprüft werden. Personenbezogene Daten nur mit Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Datenminimierung, Einspruch und wirksamem Rechtsschutz verwenden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkungsbewertung: prüft Folgen von Strukturen und Entscheidungen, nicht Menschen.
- Produkt- oder Organisationsbewertung: bezieht sich auf einen klaren Gegenstand und einen Wirkungsraum, nicht auf den moralischen Wert von Personen.
- Social Credit: umfassende Form einer Personen- und Verhaltensbewertung mit möglichen sozialen Folgen.
- Statistik: darf keine individuelle Rangordnung oder automatisierte Benachteiligung verdecken.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Personenbewertung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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