Governancebegriff
Plattformregulierung
Plattformregulierung sind rechtsstaatliche Regeln und Aufsicht für Plattformen, etwa zu Transparenz, Daten, Werbung, Empfehlungssystemen und Beschwerden.
Auf einen Blick
- Einordnung: Governancebegriff im Bereich Daten, Medien & Demokratie.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Moderationsstandards, Datenschutz, Digitale Selbstbestimmung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Ihre Aufgabe ist nicht, eine erwünschte Meinung durchzusetzen. Eine rechtsstaatliche Plattformregulierung verbindet Grundrechte, Meinungsfreiheit, Datenschutz, Schutz vor rechtswidrigen oder nachweislich schädlichen Praktiken sowie nachvollziehbare Verfahren. Pflichten müssen begründet, verhältnismäßig, überprüfbar und anfechtbar sein.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk ist Plattformregulierung eine Form von Wirkungsarchitektur: Sie gestaltet Bedingungen, unter denen Informationsräume positive oder negative Wirkungen entfalten können. Sie legitimiert weder Social Credit noch die Bewertung einzelner Personen nach Verhalten, Haltung oder Reichweite.
Verwendung
Verwendung
Regulierungsziel, Rechtsgrundlage, zuständige Institution, Verfahren und Schutz vor Fehlentscheidungen getrennt nennen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Zensur
- staatliche Meinungssteuerung
- freiwilliger Verhaltenskodex ohne Rechtsbehelf
- Personenrating
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Plattformregulierung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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