WÖk-Präzisierungsbegriff
Präventionsökonomie
Präventionsökonomie macht vermiedene Schäden, Schutzfaktoren und Gesundheitsgewinn als ökonomisch relevante Wirkung sichtbar.
Auf einen Blick
- Präventionsökonomie macht vermiedene Schäden und Schutzfaktoren als Wirkung sichtbar.
- Der Begriff gehört zum Bereich Gesundheit & Leben und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Präventionsökonomie“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Prävention, Wirkungspotenzial, Gesundheitswirkung.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Präventionsökonomie beschreibt eine Bewertungs- und Finanzierungslogik, in der nicht nur Reparatur, Behandlung und Nachsorge zählen, sondern auch vermiedene Krankheit, vermiedene Pflegebedarfe, längere Autonomie, niedrigere Krisenlast, bessere Lebensqualität und gesellschaftliche Resilienz.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der Wirkungsökonomie ist Präventionsökonomie die Brücke zwischen Wirkungspotenzial, T-SROI, Wirkungshaushalt und positiver Netto-Wirkung. Sie verhindert, dass Prävention unsichtbar bleibt, nur weil der Schaden nicht eingetreten ist.
Verwendung
Verwendung
Präventionsökonomie ist keine Garantie, dass jede Präventionsmaßnahme positiv wirkt. Datenqualität, Zielkonflikte und rote Linien bleiben sichtbar.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Sparlogik
- reine Kostendämpfung
- individualisierte Schuldzuweisung
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Präventionsökonomie“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Präventionsökonomie macht vermiedene Schäden und Schutzfaktoren als Wirkung sichtbar.
Im Bereich Gesundheit & Leben hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Präventionsökonomie“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Gesundheit & Leben hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Präventionsökonomie“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Prävention · Wirkungspotenzial · Gesundheitswirkung · Gesundheitsdividende · T-SROI – Transformational Social Return on Investment · Wirkungshaushalt
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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