Methodenbegriff
Systemgrenze
Eine Systemgrenze legt fest, was in einer Analyse berücksichtigt wird und was außerhalb bleibt.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Physik, Energie und Wirkungsmetaphern.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Bilanzraum, Lebenszyklusanalyse / LCA, T-SROI – Transformational Social Return on Investment.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Systemgrenzen entscheiden, welche Eingaben, Ausgaben, Wirkungen, Akteure, Zeiten und Orte in einer Bewertung sichtbar werden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Zentral für LCA, T-SROI, Scorecards, Wirkungsanalyse und Folgencheck.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Systemgrenze“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Methodenbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Systemgrenze“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen