WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 21
3. Vorläufer I: Stockholm 1972 und der Beginn globaler Umweltpolitik#
Die Konferenz der Vereinten Nationen über die menschliche Umwelt in Stockholm 1972 war die erste Weltkonferenz, die Umwelt als globales politisches Thema in den Mittelpunkt rückte. Sie markierte den Beginn einer internationalen Umweltpolitik, in der ökologische Fragen nicht mehr nur national oder lokal behandelt wurden.
Stockholm war wichtig, weil dort erstmals im UN-Rahmen sichtbar wurde, dass Umwelt nicht getrennt von Entwicklung verstanden werden kann. Umweltverschmutzung, industrielle Produktion, menschliche Gesundheit, Armut, Ressourcen und staatliche Verantwortung standen in einem Zusammenhang. Aus dieser Perspektive entstand auch der institutionelle Rahmen für spätere Umweltpolitik, insbesondere das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Für die Wirkungsökonomie ist Stockholm der erste große historische Hinweis darauf, dass ökologische Wirkungen systemisch sind. Sie entstehen nicht nur durch einzelne Unternehmen oder einzelne Konsumentscheidungen, sondern durch ganze Produktions-, Energie-, Verkehrs-, Handels- und Regierungslogiken. Historischer Punkt Bedeutung WÖk-Lesart Stockholm 1972 Umwelt wird zum globalen Politikfeld Planetare Wirkung wird als internationale Systemfrage sichtbar UNEP und Folgeinstitutionen Umwelt braucht institutionelle Beobachtung Wirkung braucht dauerhafte Governance, nicht nur Einzelbeschlüsse Umwelt und Entwicklung Ökologie ist nicht isoliert von Armut und Entwicklung Mensch und Planet müssen gekoppelt bewertet werden