WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 10 von 21

7. Rio+20 2012: Der Auftrag zur Entwicklung der SDGs#

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Rio+20 im Jahr 2012 war der unmittelbare politische Ausgangspunkt für die SDGs. Im Abschlussdokument „The Future We Want“ beschlossen die Mitgliedstaaten, einen Prozess zur Entwicklung von Sustainable Development Goals anzustoßen. Die Ziele sollten auf den MDGs aufbauen und zugleich breiter, universeller und stärker integriert sein.

Wichtig ist: Die SDGs entstanden nicht aus einer kleinen Expertengruppe im Hintergrund. Der Rio+20- Beschluss eröffnete einen zwischenstaatlichen Prozess, der durch Arbeitsgruppen, Konsultationen und Verhandlungen geprägt war. Damit ist ihre Entstehung selbst ein Beispiel globaler Koordination unter Konfliktbedingungen. Die Wirkungsökonomie liest Rio+20 als Übergang von Zielrhetorik zu Zielstruktur. Der politische Auftrag war nicht nur „mehr Nachhaltigkeit“, sondern die Strukturierung von Nachhaltigkeit in Ziele, Unterziele und Indikatoren. 8. Open Working Group, Konsultationen und Post-2015- Verhandlungen Nach Rio+20 setzte die UN-Generalversammlung eine Open Working Group ein, die einen Vorschlag für die SDGs erarbeitete. Parallel liefen globale Konsultationen mit Staaten, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteursgruppen. Die spätere Agenda 2030 verweist ausdrücklich auf mehrjährige öffentliche Konsultation und Beteiligung.