WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 21

2. Warum die Geschichte der SDGs für die Wirkungsökonomie wichtig ist#

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Ohne historische Einordnung erscheinen die SDGs schnell wie ein beliebiger Zielkatalog. Genau das ist gefährlich, weil dann zwei falsche Deutungen entstehen: Entweder werden sie als dekorative Nachhaltigkeitssymbole behandelt, oder sie werden als ideologisches Steuerungsprogramm missverstanden. Beides verfehlt ihre tatsächliche Funktion.

Die Geschichte zeigt, dass die SDGs aus einer realen Entwicklung globaler Problemlagen entstanden sind.

Umweltzerstörung, Armut, Ressourcenknappheit, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, Stadtentwicklung, Institutionen, Frieden und Partnerschaften wurden nicht abstrakt erfunden. Sie wurden über Jahrzehnte als wiederkehrende Stabilitätsbedingungen sichtbar.

Wirkungsökonomisch sind die SDGs deshalb kein Marketingrahmen. Sie sind ein historisch gewachsener Referenzrahmen, der reale Zustände benennt. Was im Marktpreis, in klassischer Steuerlogik oder in Bilanzen häufig unsichtbar bleibt, wird durch die SDGs als Ziel- und Risikofeld benennbar.

Die SDGs sind nicht die Wirkungsökonomie. Sie sind ihr globaler Anschlussstecker.