WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 11 von 21

8. Open Working Group, Konsultationen und Post-2015-Verhandlungen#

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Nach Rio+20 setzte die UN-Generalversammlung eine Open Working Group ein, die einen Vorschlag für die SDGs erarbeitete. Parallel liefen globale Konsultationen mit Staaten, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteursgruppen. Die spätere Agenda 2030 verweist ausdrücklich auf mehrjährige öffentliche Konsultation und Beteiligung.

Diese Entstehung ist für die politische Deutung wichtig. Die SDGs sind weder der Entwurf eines einzelnen Landes noch das Programm einer einzelnen Partei. Sie sind ein verhandelter Kompromiss, der Zielkonflikte nicht vollständig auflöst, aber sichtbar macht.

Wirkungsökonomisch ist das zentral: Die SDGs schaffen keinen fertigen Mechanismus, sondern einen gemeinsamen Bewertungsraum. Innerhalb dieses Bewertungsraums bleibt politischer Streit möglich: über Prioritäten, Tempo, Instrumente, Finanzierung, Zuständigkeiten und Übergänge.

Phase Was geschah? Warum relevant? 2012 Rio+20 Auftrag zur Entwicklung von SDGs Start des Zielprozesses 2013-2014 Open Working Group Ausarbeitung eines Zielvorschlags Ziele werden verhandelt, nicht privat erfunden Globale Konsultationen Einbindung von Zivilgesellschaft und Stakeholdern Legitimität und Breite wachsen 2015 Post-2015-Verhandlungen Finalisierung der Agenda 2030 Zielrahmen wird politisch beschlossen